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Ohne Geschrei für Frieden und Menschenrecht

SCHWEIGEN FÜR FRIEDEN kennt keine religiösen und weltanschaulichen Grenzen
SCHWEIGEN FÜR FRIEDEN kennt keine religiösen und weltanschaulichen Grenzen ©UBG
Auf dem Bregenzer Kornmarktplatz stehen - seit drei Jahren an jedem ersten Montag im Monat - Menschen schweigend im Kreis: "Schweigen für Frieden" heißt die gewaltfreie Aktion zur Erinnerung an Vieles, das "zum Himmel schreit". Am Montag, 5. September, 18 Uhr, ist es wieder soweit.

Schweigen für Frieden. Die Demonstranten_innen erregen mit ihrem Schweigekreis ziemlich Aufmerksamkeit, denn sie sorgen für eine deutliche Unterbrechung des gewöhnlichen Treibens im Bregenzer Zentrum. Die Passanten_innen fühlen sich durch die Demonstranten_innen nicht gestört. Die von Johannes Heil und Walter Buder initiierte Aktion heißt „Schweigen für Frieden“. Seit drei Jahren stehen jeden ersten Montag im Monat, ab 18 Uhr pünktlich, etwa etwa zwei Dutzend Frauen und Männer genau eine halbe Stunde – in einem Kreis schweigend – auf dem Kornmarktplatz. Ihre Aktion beginnt mit dem 18 Uhr-Glockenschlag der Herz-Jesu-Kirche. Ein Plakatständer mit einer Friedensfahne – einige Meter vor dem Menschenkreis – informiert darüber, was da abgeht, warum sie schweigen und tun, was sie tun.

Was zum Himmel schreit. Neben dem Kern der treuen “Friedens-schweiger_innen” – an die 20 – 25 Personen kommen jedesmal – sind die Passanten_innen eingeladen, sich mit Menschen im Krieg, in sozialer Ungerechtigkeit und in politischer Unterdrückung solidarisch zu zeigen”, erklären die Initiatoren. “Wir wollen ohne grosses Geschrei auf so viel ‘Unerhörtes’ und so Vieles, das wirklich zum ‘Himmel schreit’ und das wir so nicht wollen, mit dem wir nicht einverstanden sind, aufmerksam zu machen.” 

Das “Schweigen für Frieden” ist eine gute Möglichkeit, für Anliegen einzustehen, für die es oft kaum Worte gibt oder die Worte fehlen”. Die halbe Stunde im Schweigen ist für Einzelne auch eine meditative Übung – und eben nicht ‘im stillen Kämmerlein’ sondern sichtbar an einem öffentlichen Ort.

„Indem sie schweigen, schreien sie laut“ hat der römische Schlaumeier Cicero sein politisches Gespür und Gehör für Protest formuliert. Und wer die Bibel lieber hat, wird dort auch ermahnt: „Wer Ohren hat, der höre“ (Mt, 13). Den Leuten im Kreis ist wichtig, dass der Schweigekreis keine religiösen, ideellen oder weltanschaulichen Grenzen kennt. Jede_r der “guten Willens ist” ist willkommen. Die Idee, auf diese Weise für Frieden, Gerechtigkeit und Sorge für die Schöpfung einzutreten und sich im Schweigen solidarisch zu zeigen, mit den Schwächsten in der Gesellschaft, habe man aus Frankreich übernommen, erzählt Buder. In Vorarlberg gibt es „Schweigen für Frieden“ in Bregenz und Hohenems, wobei an mehrere anderen Orten im Ländle (z. B. Meiningen, BH Batschuns u.a.) konventionelle Friedensgebete in Kirchen oder Kapellen angeboten werden. (VA)

 

SCHWEIGEN FÜR FRIEDEN

Bregenz, Kornmarkt: MO 5. 9.2016, 18 Uhr

http://schweigenfuerfrieden.com

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