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Am Freitag österreichweite Jugend-Proteste für Klimaschutz

Proteste in mehr als 1.650 Städten
Proteste in mehr als 1.650 Städten ©APA (Archiv/dpa)
In sieben Landeshauptstädten Österreichs gehen am Freitag junge Leute bei einem Schulstreik auf die Straße, um im Rahmen der weltweiten Aktion "FridaysForFuture" für Klimaschutz zu demonstrieren. Die größte Veranstaltung wird am Wiener Heldenplatz stattfinden. Bei der Polizei wurden hier 1.000 Teilnehmer angemeldet, es dürften aber mehr Demonstranten kommen.

Die Organisatoren konnten die Teilnehmerzahl am Donnerstag gegenüber der APA nicht abschätzen. “Das ist wahnsinnig schwierig”, sagte Katharina Rogenhofer. Sie habe aber gehört, dass von einigen Schulen die gesamten Oberstufen kommen. Auch aus Niederösterreich, wo wie im Burgenland keine eigene Demo stattfindet, dürften Schüler nach Wien anreisen.

Die Demonstranten treffen einander zwischen 10.00 und 11.00 Uhr an fünf zentralen Punkten, und zwar Hamerlingplatz, Wien-Mitte, Schottentor, Karlsplatz und Mariahilferstraße (Höhe Stiftskirche). Dann geht es zur Großkundgebung auf den Heldenplatz ab 13.00 Uhr. “Danach ziehen wir durch die Innenstadt, vorbei an zentralen politischen Punkten, die wir mit unserem Protest direkt ansprechen und zum Handeln auffordern”, hieß es seitens der Organisatoren. Das Ende ist für 15.00 Uhr geplant.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bewertet die Klima-Demos am Freitag in einem Statement positiv. “Es ist wichtig, dass gerade junge Leute eine Meinung haben, mitreden und mitgestalten wollen. Ich freue mich immer, wenn junge Menschen ihre Stimme erheben. Insbesondere dann, wenn ich das inhaltliche Anliegen teile”, so der Bundeskanzler am Donnerstag.

Kurz finde es gut, dass Schülerinnen und Schüler in einer weltweit vernetzten Aktion auf den Klimaschutz hinweisen: “Das ist in einer Zeit umso wichtiger, wenn der internationale Schulterschluss gegen den Klimawandel gefährdet ist und es einzelne Staaten gibt, die bereits geschlossene internationalen Vereinbarungen nicht einhalten. Gerade deshalb sehe ich die Demonstrationen am Freitag als Ausdruck einer meinungsstarken jungen Generation.”

Der ÖAMTC ging von teils erheblichen Verzögerungen im Straßenverkehr aus. Ab etwa 11.00 Uhr ist etwa zeitweise mit mehreren Ringsperren auf unterschiedlichen Abschnitten zu rechnen. Aber auch Josefstädter Straße oder Invalidenstraße können kurzfristig nicht befahrbar sein. In der Innenstadt dürfte es ebenfalls zu Verkehrsbehinderungen kommen. Betroffen werden etwa Ring, Franz-Josefs-Kai, Praterstraße, Untere Donaustraße und Zweierlinie sein.

In anderen Städten gibt es ebenfalls Aktionen: In Graz wird am Abend zu einem “Lichtermeer fürs Klima” geladen. Auch in Linz streiken und marschieren Jugendliche ab 11.00 Uhr am Hauptplatz für das Klima. In Salzburg wird ab 13.00 Uhr nach einer Demo eine Kundgebung am Residenzplatz abgehalten. In Bregenz findet beim Landhaus um fünf Minuten vor 12.00 Uhr die Schlusskundgebung statt. In Kärnten sind gleich zwei Demonstrationen geplant: in Klagenfurt und in Villach.

An sich gibt es in Österreich kein Streikrecht für Schüler, es kann ihnen vom Klassenvorstand oder Direktor jedoch ein “Fernbleiben aus wichtigen Gründen” erlaubt werden. Während ein Besuch der Klima-Demo in den Bildungsdirektionen in Wien, Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg jedenfalls als ungerechtfertigtes Fernbleiben gesehen wird, wollen die übrigen Bundesländer die Schulen entscheiden lassen.

Die Aktionen sind Teil einer internationalen Protestbewegung. Sie wurde von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg ausgelöst, die im August 2018 damit begann, vor dem Parlament in Stockholm für einen stärkeren Einsatz Schwedens gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Ihr “Schulstreik fürs Klima” fand Tausende Nachahmer in aller Welt, die 16-Jährige selbst wurde zum Gesicht der internationalen Klimaschutzbewegung. Am Freitag soll das bisher größte Zeichen gesetzt werden. Die Zahl der Teilnehmer wuchs auch rasant: Am Donnerstag wollten sich bereits Schüler und Studierende in mehr als 1.650 Städten in 105 Ländern beteiligten, wie aus einer Liste des globalen #FridaysForFuture-Netzwerks hervorging.

(APA)

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