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"Österreich macht sich lächerlich" - Facebook-Shitstorm gegen Conchita Wurst

Conchita Wurst sieht sich massiven Anfeindungen ausgesetzt.
Conchita Wurst sieht sich massiven Anfeindungen ausgesetzt. ©APA/Facebook
Die ORF-Bestellung von Conchita Wurst als Österreichs Beitrag zum Song-Contest ohne Einbindung der Seher sorgt für massive Kritik. Auf einer Anti-Wurst-Facebook-Seite hagelt es Beschimpfungen gegen Wurst - aber auch gegen den ORF.
Song Contest: Österreich schickt Wurst

“Keiner will, dass Österreich von einer Transe vertreten wird”; “wieder ein Grund, dass sich Österreich in der EU lächerlich macht”; “kein Land hätte jemals so eine Figur zum Songcontest geschickt. Ich schäme mich”. Das sind noch die harmloseren Postings, welche sich auf der Conchita-Hass-Seite befinden.

Auch ORF im Visier

Innerhalb kürzester Zeit kann die Seite bereits über 20.000 Unterstützer aufweisen – inklusive Online-Petition. Die Seite hat damit mehr Fans, als die offizielle Page von Conchita Wurst alias Tom Neuwirth. Doch nicht nur Wurst selbst wird angefeindet. Die Wut der User entlädt sich laut Bericht von “heute.at” auch gegenüber dem ORF. “Es ist untragbar, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender, der von den Gebühren der ÖsterreicherInnen lebt völlig willkürlich Entscheidungen über die Köpfe derjenigen trifft, die ihn finanzieren”, kritisiert ein Facebooker auf der Anti-Wurst-Seite. Ein anderer schreibt: “Persönlich gehts mir nicht um die person selbst. Würde mich auch aufregen wenns gabalier schicken. Es geht hier wiederum, dass man brav gis zahlen darf und bei internationaler repräsentation muss man guschen. Wäre nett zumindest die möglichkeit anders zu entscheiden zu haben.”

Conchita Wurst nimmt Stellung

Conchita hat bereits persönlich zu den Hasstiraden Stellung bezogen: “An all die lieben Menschen da draußen, die mit mir als Person nichts anfangen können und sich bemüßigt fühlen, eigens dafür diversen Facebook-Gruppen beizutreten. Ehrlich, damit kann ich wirklich gut leben, denn Geschmäcker sind nun mal verschieden. ABER, meine Lieben: Gibt es nicht wichtigere Dinge, in die man derart viel Energie stecken könnte? Nämlich FÜR Menschen zu kämpfen, die täglich diskriminiert werden und nicht dagegen. Wie würde es euch gehen, wenn eure Freunde, Verwandten, Kinder, Kollegen usw. auf diese Weise beschimpft werden? Ich bin mir sicher, dass es in eurer näheren Umgebung ebenfalls Menschen gibt, die „anders“ sind.

In diesem Sinne kämpfe ich weiterhin GEGEN Diskriminierung und FÜR Toleranz. Denn ich bin davon überzeugt, dass im 21. Jahrhundert wirklich JEDER Mensch das Recht hat, so zu leben, wie er möchte, solange niemand anderer in seiner Freiheit eingeschränkt oder verletzt wird. Und soweit ich weiß, habe ich niemandem weh getan.

XOXO Conchy oh und… i love you all

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