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Österreich hilft Albanien bei Modernisierung der Verwaltung

Roskovec, eine Stadt im Landesinneren rund hundert Kilometer südlich der Hauptstadt Tirana, wird seit 2015 von der bei der Bevölkerung beliebten Bürgermeisterin Majlinda Bufi regiert. Die quirlige Frau ist überzeugt von ihrer Sache, gleich beim ersten Aufeinandertreffen sprudelt aus ihr heraus: "Wir arbeiten jeden Tag für die Mülltrennung." Bei ihr ist anzumerken, dass es nur eine Richtung gibt, den Weg nach Europa.

Für sie seien alle gleich vor dem Gesetz, erklärt Bufi. "Jeder und jede erhält dieselbe Unterstützung von der Gemeinde", so die 1972 in Roskovec geborene Stadtchefin. Die Stadt mit etwas mehr als 20.000 Einwohnern verfügt über ein modernes Servicecenter der Agentur "ADISA" (Agency for the Delivery of Integrated Services Albania). Dort können die Bürger der Stadt vom Reisepass bis zur Landregistrierung sämtliche Dienste in Anspruch nehmen. Das Servicecenter wurde mit Finanzierung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in Roskovec und zwölf anderen Gemeinden Albaniens etabliert. Eine Digitalisierungsoffensive Albaniens möchte diese Services vermehrt online anbieten. Sie können aber auch weiterhin in den insgesamt 13 Servicecenters - unterstützt von kompetenten Mitarbeiterin und Mitarbeiterinnen - in Anspruch genommen werden.

Seit sieben Jahren unterstützt die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, gemeinsam mit dem UNO-Entwicklungsprogramm (UNDP) öffentliche Einrichtungen wie jene in Roskovec bei der Modernisierung der öffentlichen Verwaltung und damit auch bei der Korruptionsbekämpfung. Gearbeitet wird unter anderem an der Etablierung von gemeinsamen Standards für alle. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit hat dieses gemeinsame Projekt mit UNDP mit insgesamt 1,6 Millionen Euro unterstützt.

Die Räumlichkeiten und zum Teil das Personal werden von den Gemeinden selbst zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, quer durch das Land den Zugang zu Dienstleistungen mit der gleichen Qualität und mit gleichen Standards anbieten zu können. Wie Bufi erzählte, besitzt Roskovec rund 450.000 Olivenbäume, von denen allein im Jahr 2022 100.000 Bäume registriert wurden.

(APA)

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