Österreich erwartet erste Lieferung von Sotrovimab

Das Gesundheitsministerium hat ein eigenes Kontingent des vor der Zulassung stehenden Covid-19-Medikaments Sotrovimab vom Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline (GSK) bestellt. Noch heute, Montag, wurde die erste Produktlieferung in Österreich erwartet und in den kommenden Tagen können die ersten Patienten behandelt werden. Mit der ersten Lieferung können dem Gesundheitsministerium zufolge mehr als 15.000 Betroffene alleine mit Sotrovimab therapiert werden.

Der nationale Vertrag sichere rasche Verfügbarkeit, hieß es in einer Aussendung von GSK Österreich. Die Dosen sollen ab der Zulassung des Medikaments durch die EU-Kommission an Österreich geliefert werden. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat bereits eine positive Empfehlung für das Medikament abgegeben, das als "Xevudy" vermarktet wird.

"Als Gesundheitsminister war es für mich von höchster Priorität, schnellstmöglich auf die herausfordernde Situation zu reagieren, um Covid-19 Arzneimittel ehestmöglich für Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stellen zu können. Durch die kürzlich erfolgte EMA-Zulassung, können die ersten Arzneimittel bereits in den nächsten Tagen zum Einsatz kommen. Die Arzneimittel stellen aber keine Alternative zur Corona-Schutzimpfung dar, sondern sollen Risikopatienten vor einem Krankenhausaufenthalt bewahren", so Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).

Das Medikament ist laut GSK ein monoklonaler SARS-CoV-2-Antikörper für die Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren mit Covid-19-Erkrankung, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf besteht. Das Mittel wurde gemeinsam mit Vir Biotechnology entwickelt.

Das Medikament ist keine Alternative zur Corona-Schutzimpfung, betonte auch der Hersteller. "Impfungen sind und bleiben der wichtigste Baustein in der Pandemiebekämpfung. Für spezifische Patientengruppen, die beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können oder keinen ausreichenden Impfschutz aufbauen, ist die Verfügbarkeit von Therapieoptionen essentiell", erläuterte GSK-Österreich-Geschäftsführerin Maren Longland.

(APA)

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