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Österreich: 3,6 Prozent mehr Stromverbrauch im Mai

Bei der Stromerzeugung gab es Rückgänge bei der Wasserkraft.
Bei der Stromerzeugung gab es Rückgänge bei der Wasserkraft. ©AP (Sujet)
Der Stromverbrauch ist in Österreich im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,6 Prozent auf 5,8 Terawattstunden (TWh) gestiegen, geht aus Daten der Regulierungsbehörde E-Control hervor.

Bei der Stromerzeugung gab es Rückgänge bei der Wasserkraft und deutliche Zuwächse bei Wind und Kohle. Der Gasverbrauch war um 47,3 Prozent höher. Die Gasspeicher sind deutlich voller als vor einem Jahr.

Stromverbrauch im Mai um 3,6 Prozent gestiegen

Bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft kamen die Laufkraftwerke an den Flüssen um 0,06 TWh weniger zum Einsatz, die Speicherkraftwerke um 21,4 Prozent bzw. 0,3 TWh weniger. Bei der Erzeugung aus Windkraft gab es ein deutliches Plus von 152,5 Prozent bzw. 0,5 TWh, womit sich der Trend der Vormonate fortsetzte.

Stark gestiegen ist die Stromerzeugung aus Kohle, die im Mai um mehr als das 4,5-Fache zulegte, nach einer Steigerung um zwei Drittel im April. Der Grund dafür liegt laut E-Control in der geplanten Schließung des Kraftwerks Dürnrohr. Der niederösterreichische Versorger EVN hat Ende Mai angekündigt, im Kraftwerk Dürnrohr die Stromerzeugung mit Kohle im Herbst 2019 zu beenden. Die Gaskraftwerke wurden um 31,3 Prozent weniger eingesetzt, sodass die Erzeugung der Wärmekraftwerke unverändert bei 0,8 TWh blieb. Insgesamt stieg die Stromerzeugung in Österreich um 0,1 TWh oder 1,4 Prozent. Die Importe legten um 2,6 Prozent zu, die Exporte sanken um 5,1 Prozent.

Gasverbrauch um 47 Prozent höher

Die Gasabgabe an Endkunden stieg im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 47,3 Prozent auf 5,8 TWh. Die Speicherinhalte beliefen sich auf 64,8 TWh, das ist ein Füllungsgrad von 70,6 Prozent. Dies entspreche den Werten, die normalerweise zu Beginn des Gasjahres im Oktober erreicht würden, so die E-Control. Die Gasspeicher in Österreich seien damit mehr als doppelt so gut gefüllt wie im Vorjahr mit einem Füllungsgrad von 32,4 Prozent.

(APA/Red)

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