Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

ÖGB: Schwarz-blau ist harter Schlag für Bildungssystem

ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker fordert Lösungsansätze und Investitionen.
ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker fordert Lösungsansätze und Investitionen. ©VOL.AT/Bernd Hofmeister
Feldkirch - Bei den Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ ist heute durchgedrungen, dass es kein zusätzliches Geld für den Schulbereich geben soll.

So droht im nächsten Jahr sogar ein Budgetloch von 600 Millionen Euro. „Das sind erschreckende Details, die heute an die Öffentlichkeit gekommen sind. Wir brauchen zukunftsorientierte Lösungsansätze und Investitionen in die Bildung statt Kürzungsprogrammen“, sieht der ÖGB-Landesvorsitzende Norbert Loacker das österreichische Bildungssystem in Gefahr.

„Wer an der Bildung spart, spart an unseren Kindern“, betont Loacker. „Seit Jahren wird über das Bildungsniveau in Österreich geklagt. In diesem Bereich soll es aber offenbar keine Kurz’sche Veränderung geben“, ärgert sich Loacker. So würde langfristig nicht nur den betroffenen Kindern und Jugendlichen geschadet, sondern auch der Wirtschaft und der ganzen Gesellschaft. Für Loacker „und sämtliche Bildungsexperten“ sind zusätzliche Investitionen in den Bildungsbereich längst überfällig. „Das fängt schon im Kindergarten an. Die Öffnungszeiten etwa sind in einzelnen Ländern nicht ausreichend. Dazu gibt es nicht genug Betreuungspersonal.“ Loacker erinnert auch an den Landtagsbeschluss zur gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen. „Ohne zusätzliche Mittel ist diese große Chance für Vorarlberg ebenfalls in Gefahr.“

Es wurde heute auch darüber berichtet, dass das Teamteaching, der Unterricht mit zwei Lehrern in mehreren Gegenständen, zurückgefahren werden soll. „Das ist für mich ebenfalls völlig unverständlich. Hier wird kaputtgespart“, so Loacker. Das Modell des zweiten Lehrers in der Klasse habe man eingeführt, um Chancengleichheit in einer integrativen Schule zu schaffen. „SchülerInnen mit erhöhtem Förderbedarf sollen auch weiterhin gemeinsam mit ihren anderen SchulkollegInnen in der Klasse gefördert und nicht separiert werden.“

Für Loacker steht fest: „ÖVP und FPÖ wollen ein veraltetes Bildungssystem krampfhaft aufrechterhalten. Keine zusätzlichen Investitionen in die Bildung führt zudem neben Verschlechterungen im ganzen System zu einer Privatisierung der Bildung.“ Somit wird der Notwendigkeit nach gleichen Chancen für alle ein Riegel vorgeschoben und es droht eine Spaltung der Gesellschaft, warnt Loacker. „Eltern mit entsprechendem Einkommen können ihre Kinder auf Privatschulen schicken und sich die Nachhilfe leisten. Die anderen Kinder bleiben auf der Strecke.“

Der ÖGB-Landesvorsitzende fordert Landeshauptmann Markus Wallner auf, sich bei der Bundes-ÖVP mit aller Kraft für mehr Investitionen in die Bildung einzusetzen. „Ansonsten sind alle erklärten Bemühungen zu einer Verbesserung des Bildungssystems nicht glaubwürdig“, betont Loacker abschließend.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • ÖGB: Schwarz-blau ist harter Schlag für Bildungssystem
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen