ÖFB-Team zum WM-Quali-Abschluss gegen Moldau ohne Alaba

Der Einsatz gegen Israel war Alabas letzter in diesem Länderspiel-Jahr
Der Einsatz gegen Israel war Alabas letzter in diesem Länderspiel-Jahr ©APA/EXPA/DOMINIK ANGERER
Das österreichische Fußball-Nationalteam muss am Montag (20.45 Uhr/live ORF 1) im abschließenden Gruppenspiel der WM-Qualifikation in Klagenfurt gegen die Republik Moldau neben Christoph Baumgartner und Martin Hinteregger auch ohne Kapitän David Alaba und Jungstürmer Junior Adamu auskommen. Alaba wurde aus Gründen der Belastungssteuerung aus dem Teamcamp entlassen, gab der ÖFB am Samstag bekannt. Das sei beim Real-Madrid-Profi bereits im Vorfeld so festgelegt gewesen.

Alaba und Teamchef Franco Foda hätten im Vorfeld des Lehrganges ein Gespräch geführt, berichtete ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel. "Auch Real hat den Wunsch geäußert." Nämlich, dass Alaba nicht beide WM-Quali-Partien gegen Israel (4:2) und Moldau bestreiten müsse. "Wir sehen uns als Partner der Vereine", sagte Schöttel. Wann immer es möglich war, habe man die Situationen in den vier Jahren seit seinem Amtsantritt so gehandhabt. Nur wenn es in der Innenverteidigung personelle Probleme gegeben oder sich Linksverteidiger Andreas Ulmer verletzt hätte, hätte Alaba bleiben müssen.

Auch bei Adamu wollte man abwarten, ob es im Sturm Verletzungssorgen gibt. Weil dem nicht so ist, wechselt der 20-Jährige zum Kader des U21-Nationalteams und verstärkt diesen im EM-Qualifikationsspiel am Dienstag (20.30 Uhr/live ORF Sport +) in Ried gegen Kroatien. Adamu kam am Freitag in der Schlussphase gegen Israel zu seinem ersten Länderspiel-Einsatz. Sein Clubkollege Nicolas Seiwald debütierte in Klagenfurt gar in der Startformation und fährt nicht mit zur U21. "Wir mussten uns anschauen, wie es im Training funktioniert. Aber es war immer geplant, dass er bei uns bleibt", sagte Schöttel über den Mittelfeldspieler.

Offen ist die Situation bei Yusuf Demir. Der Offensivmann vom FC Barcelona wäre ebenfalls für die U21 spielberechtigt, im A-Team gewährte Foda dem 18-Jährigen bisher nur vier Kurzeinsätze. "Wir alle miteinander wissen, dass der Bursche mal wieder 90 Minuten spielen sollte", meinte Schöttel. Demir bleibe vorerst in Klagenfurt. "Wir werden schauen, was die nächsten ein, zwei Tage passiert, auch im Training. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass er auch noch zur U21 fährt."

Baumgartner hatte bereits die Israel-Partie wegen einer im Abschlusstraining erlittenen Muskelverletzung verpasst. Der Offensivmann fällt auch am Montag aus. Hinteregger fehlt nach seiner zweiten Gelben Karte im laufenden Bewerb gegen die Moldauer gesperrt. In der Innenverteidigung hätte Foda aber ohnehin ein "Luxusproblem", urteilte Schöttel mit Blick auf zahlreiche infrage kommende Akteure. "Das ist definitiv eine Position, wo wir auch auf die nächsten Jahre hin kein Problem haben werden."

Als Alaba-Ersatz nahm Foda eine Nachnominierung vor. Rapid-Außenverteidiger Maximilian Ullmann stieß nach einem gemäß ÖFB-Präventionsprotokoll absolvierten Corona-Testprozedere am Samstag zur Mannschaft. Das Training am Abend machte der 25-Jährige ebenso mit wie Adamu vor seiner Abreise zur U21. Die Feldspieler, die gegen Israel begonnen hatten, standen dabei nicht auf dem Platz, sondern arbeiteten regenerativ.

Keine Probleme sollte für die Deutschland-Legionäre des ÖFB bei ihrer Rückkehr die Einstufung Österreichs als Corona-Hochrisikogebiet bringen. "Meines Wissens nicht", antwortete Schöttel auf eine diesbezügliche Frage. Nicht geimpfte und nicht genesene Personen, die aus Österreich kommen, müssen bei ihrer Einreise nach Deutschland ab Sonntag in Quarantäne. Ein Freitesten wäre erst nach fünf Tagen möglich.

(APA)

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