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ÖFB-Team gegen Norwegen-Notelf um Nations-League-Gruppensieg

Das Foda-Team will Match und Gruppe gewinnen
Das Foda-Team will Match und Gruppe gewinnen ©APA (Archiv/EXPA)
Auf Österreichs Fußball-Nationalmannschaft wartet am Mittwoch (20.45 Uhr/live ORF 1, DAZN) das wohl ungewöhnlichste Match der jüngeren Vergangenheit. Die ÖFB-Auswahl tritt im leeren Wiener Happel-Stadion gegen eine norwegische Not-Elf an, die erst am Montag kurzfristig zusammengestoppelt wurde. Trotz aller kuriosen Umstände steht viel auf dem Spiel - es geht um den Nations-League-Gruppensieg und damit auch um eine Hintertür zum Play-off für die WM 2022.

Den ursprünglich nominierten norwegischen Teamspielern wurde wegen eines positiven Corona-Tests von Galatasaray-Profi Omar Elabdellaoui von der nationalen Gesundheitsbehörde eine zehntägige Quarantäne auferlegt. Daher konnte die für Sonntag geplant gewesene Auswärtspartie gegen Rumänien nicht ausgetragen werden, das Spiel dürfte mit 3:0 für die Rumänen gewertet werden.

Das hat wiederum zur Folge, dass Österreich bereits bei einem Unentschieden gegen die drei Punkte zurückliegenden Norweger Endrang eins belegt. Selbst eine 0:1-Niederlage würde aufgrund des 2:1 der Österreicher im September in Oslo für die Spitzenposition reichen. Sollte Österreich an der ersten Stelle landen, würde man bei der nächsten Nations-League-Auflage gegen die Top-Nationen antreten und hätte im Falle eines Scheiterns in der WM-Qualifikation gute Chancen, doch noch ins Play-off zu kommen.

Diese Gelegenheit möchte sich Teamchef Franco Foda nicht entgehen lassen. "Wir wollen unbedingt gewinnen, unabhängig davon, in welcher Konstellation Norwegen spielt. Entscheidend ist, dass wir so auftreten wie in Norwegen", erklärte der Deutsche.

Von den Turbulenzen beim Gegner will sich Foda nicht zu sehr beeinflussen lassen. "Für uns ändert sich nichts an der Ausgangsposition. Wir hatten immer den Plan, das Spiel zu gewinnen. Wir sind Favorit, dementsprechend müssen wir auftreten." Die umgekrempelte Auswahl der Skandinavier sei jedoch nicht zu unterschätzen. "Die Neuen spielen alle eine wichtige Rolle bei ihren Vereinen, insofern ist das eine gute Mannschaft", betonte der 54-Jährige.

Foda und sein Betreuerstab waren am Montag damit beschäftigt, die aktuellen norwegischen Teamspieler sowie Interimscoach Leif Gunnar Smerud zu analysieren. Der etatmäßige U21-Betreuer setzt laut Foda zumeist auf ein 4-4-2, stellte aber auch schon ein 5-3-2-System auf.

Der Fokus liegt jedoch laut dem ÖFB-Trainer ohnehin auf der eigenen Truppe. "Wir müssen uns auf das Wesentliche konzentrieren, auf unser Spiel. Es ist ein Finalspiel, in dem wir noch einmal alles investieren müssen. Natürlich ist es ein außergewöhnliches Match, aber nichtsdestotrotz haben wir ein großes Ziel vor Augen. Jetzt wollen wir auch noch den letzten Schritt gehen."

Seine Mannschaft hat die jüngsten fünf Partien gewonnen, trotzdem gab es zuletzt immer wieder Kritik, so auch nach dem uninspirierten 2:1 am Sonntag gegen Nordirland. Foda wies in diesem Zusammenhang wieder darauf hin, dass es gegen einen tiefstehenden Gegner nicht leicht sei, zu glänzen. "Angriffs-Fußball ist immer das schwierigste, zu verteidigen ist etwas einfacher."

Der Coach sieht keinen Mangel an Kreativität im Offensivspiel des ÖFB-Teams. "Wir wissen auch, dass wir besser spielen können, aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir in den letzten zwei Spielen fünf Tore geschossen haben", sagte Foda. Sein Team ist nach sechs Siegen aus den bisherigen sieben Länderspielen gemäß Punkteschnitt das erfolgreichste Nationalteam Europas in diesem Jahr. Die echte Nagelprobe kommt aber erst 2021 mit der WM-Qualifikation und der EM.

(APA)

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