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ÖBB weist Kritik der Grünen zurück

Grüne fordern Ausbau der Arlbergbahnstrecke - ÖBB weist Kritik zurück.
Grüne fordern Ausbau der Arlbergbahnstrecke - ÖBB weist Kritik zurück. ©ÖBB
Schwarzach - Die Vorarlberger Grünen üben massive Kritik an der Investitionspolitik der ÖBB: Während anderswo in Österreich Milliarden in Verbesserungen des Zugverkehrs investiert werden, bleibe Vorarlberg weitgehend auf der Strecke. Bei der ÖBB reagiert man mit Unverständnis.

Stein des Anstoßes sind die beiden Großprojekte Wienerwaldtunnel und neue Unterinntaltrasse, die Milliarden Euro verschlingen werden. Während die Verbindung zwischen Salzburg und Wien dadurch deutlich schneller wird – die Fahrzeit sinkt auf 2 Stunden und 22 Minuten – stagniert die Verbindungen Salzburg-Bregenz bei mehr als vier Stunden. Deswegen fordern die Grünen einen zweigleisigen Ausbau zwischen Bludenz und Öztal und Trassenverbesserungen, wo möglich.

ÖBB wehrt sich

René Zumtobel, ÖBB-Pressesprecher für Vorarlberg, kann die Kritik nicht nachvollziehen. Erstens profitiere ja auch Vorarlberg von der kürzeren Fahrtdauer zwischen Salzburg und Wien, weil damit erstmals in unter sechs Stunden zwischen Bludenz und Wien verkehrt werden könne. Zweitens habe man gerade in Vorarlberg in den letzten Jahren massiv in den Schienenverkehr investiert. Als Beispiele nennt er die Renovierung zahlreicher Bahnhöfe im Ländle, den Streckenausbau Lauterach – St. Margarethen und die neue Rheinbrücke. Der Ausbau der Strecke über den Arlberg sei außerdem nicht ganz einfach, weil schlicht die Beschleunigung eine andere sei als in der Ebene. Sicherheit, Lawinenschutz und Steinschlagschutz seien der ÖBB hier wichtiger als Geschwindigkeit. Und schließlich gelte: “In die Schiene wird so viel investiert wie nie zuvor”, so Zumtobel. Was übrigens auch von den Vorarlbergern honoriert wird: Nirgendwo in Österreich erhält die ÖBB so gute Bewertungen wie im Ländle. (MST)

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