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ÖAMTC testet 22 Kindersitze - einer fällt durch

Insgesamt 22 Kindersitze nahm der ÖAMTC in diesem Jahr unter die Lupe.
Insgesamt 22 Kindersitze nahm der ÖAMTC in diesem Jahr unter die Lupe. ©Thomas Kohler
Wer seine Kinder oft im Auto herumkutschiert, braucht unbedingt einen passenden Kindersitz. Der ÖAMTC hat in einem aktuellen Test 22 Kindersitze unter die Lupe genommen.

“Auch wenn es diesmal kein ‘Sehr gut’ gab, ist das Ergebnis mit 17 ‘Gut’ sehr erfreulich”, sagte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Getestet wurden die 22 Modelle aller Gewichtsklassen in den Kategorien Sicherheit, Ergonomie und Bedienung sowie Schadstoffbelastung. “Jeder dieser Kindersitze kann ohne Bedenken gekauft werden – sucht man nach Schwächen, wird man am häufigsten im Bereich Ergonomie fündig. Speziell der Platzbedarf im Auto ist mitunter relativ hoch”, ergänzte Kerbl am Dienstag in einer Aussendung. Ob der Sitz gut ins eigene Fahrzeug passt, findet man am besten bei einer Kindersitzberatung heraus – dazu sollte man auch sein Kind mitnehmen.

Ein Mal “nicht genügend”

Drei Sitze bestanden den Test des ÖAMTC und seiner Partner mit einem “Befriedigend”, einer schnitt mit “Genügend” ab und nur ein Modell kassierte ein “Nicht genügend”. Dabei handelt es sich um den Concord Ultimax i-Size. “Beim simulierten Frontalcrash mit einem 15 kg schweren Dummy bricht beim in Fahrtrichtung ausgerichteten Sitz die Sitzschale”, erklärte der ÖAMTC-Experte. “Auch wenn der Dummy dadurch noch nicht nach vorne fliegt, bietet die zerstörte Struktur keinen ausreichenden Schutz mehr.”

Unter den Testkandidaten war mit dem Maxi Cosi Axissfix Air auch der erste Kindersitz mit integrierten Airbags. “Die Airbags liegen in den Schulterpolstern der Hosenträger-Gurte und werden – laut Hersteller – aktiviert, sobald der Kindersitz mittels Isofix im Auto verankert ist “, sagte der ÖAMTC-Techniker. “Ein Sensor im Sitz erkennt einen Aufprall und löst den Airbag aus.” Die Testergebnisse geben diesem neuartigen System offenbar recht: Gegenüber dem 2015 getesteten Axissfix ohne Airbag reduzieren sich die auf Nacken und Kopf wirkenden Kräfte je nach Dummygröße um 15 bis 50 Prozent, hieß es vom ÖAMTC.

Der Experte empfiehlt auf jeden Fall, sich nach dem Kauf eines Kindersitzes genau mit der Handhabung vertraut zu machen. “Der richtige Einbau ist wichtig – denn nur so ist das Kind bei einem Unfall bestmöglich geschützt”, so Kerbl.

(APA)

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