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ÖAMTC-Einsätze in Vorarlberg: "Ein absoluter Wahnsinn"

Die "gelben Engel" waren am Wochenende im Dauereinsatz.
Die "gelben Engel" waren am Wochenende im Dauereinsatz. ©VMH Archiv
Schwarzach. -Tiefkühlhaus Vorarlberg sorgte beim ÖAMTC für heißestes Wochenende.

Jürgen Wagner (48), Pressesprecher des ÖAMTC Vorarlberg, ist ein Mann gemäßigter Worte. Doch der Tätigkeitsbericht seiner Organisation übers vergangene Wochenende zwang selbst ihn zu extremer Diktion. „Es war der absolute Wahnsinn, den ich in meinen 26 Jahren beim ÖAMTC noch nie erlebt habe.“ 303 Einsätze in 24 Stunden standen bisher als einsamer Rekord im Geschichtsbuch der Autofahrer-Organisation. Dieser Rekord wurde am vergangenen Wochenende regelrecht pulverisiert. „Am Samstag in der Früh berichtete mir ein Mitarbeiter noch: ‚Stell dir vor, wir hatten von Freitag bis jetzt 447 Einsätze‘.“ Doch dann kam der Sonntag. Und mit diesem eine weitere Steigerung. „Da waren es dann innerhalb 24 Stunden über 500 Einsätze. Einfach unglaublich“, staunte selbst ÖAMTC-Profi Wagner nicht schlecht.

Blockierte Räder

Es spielten sich dabei noch nie erlebte Szenen ab. „Autofahrer, die eine Panne hatten, erreichten uns zum Teil nicht einmal telefonisch. Sie blieben in der Warteschleife hängen. Ging das zu lange, erhielten sie zum Schluss das Angebot, ein von uns bereitgestelltes Taxi zu nehmen“, berichtet Wagner. Die Rangliste der Autofahrerprobleme: Nicht funktionierende Batterien, eingefrorene Schlösser, gefrorener Diesel, zugefrorene Radkästen. „Da verwandelte sich unter der Karosserie pickender Schnee zu Eisblocks, sodass sich die Räder nicht mehr bewegen ließen.“ Der ÖAMTC-Filiale Bürs gingen kurzfristig sogar die Batterien aus.

Alles aufgeboten

Der Autofahrerclub musste sein ganzes Arsenal an Menschen und Material aufbieten, um der Lage wenigstens halbwegs Herr zu werden. „Wir mobilisierten die komplette technische Mannschaft und unsere 20 Pannenfahrzeuge. Dazu mieteten wir weitere zehn Autos an. Insgesamt 60 Mann waren im Dauereinsatz“, gießt Wagner den Aufwand in Zahlen.
Ein weiterer Höhepunkt an Einsatz wird für heute Vormittag erwartet. Wenn Personen, die ihre Autos übers Wochenende ungenutzt ließen, zur Arbeit fahren wollen. „Danach“, so hofft Wagner, „wird sich die Situation trotz anhaltender Kälte beruhigen. Weil die Autos mit schlechten Batterien bereits aussortiert sind.“

Bahn funktionierte

Keinerlei Probleme gab es in Vorarlberg hingegen bei der Bahn, wie der Regionalleiter für Personenverkehr, Gerhard Mayer, mitteilte. Ganz im Gegensatz zur Schweiz. Dort kam es bei Temperaturen jenseits von 20 Grad minus in diversen Orten zu Störungen der Gleisanlagen. Die sibirische Kälte ließ auch Weichen vereisen. Es kam zu Verspätungen.

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