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Obst- und Gartenbauverein organisiert Mostverkostung

Viele Mostsorten wurden verkostet
Viele Mostsorten wurden verkostet ©Manuela Hagspiel
Mostverkostung

Am 21. Jänner organisierte der Obst-und Gartenbauverein in den Kellerräumen der Hauptschule Hasenfeld eine Mostverkostung mit dem bekannten Most- und Edelbrandsommelie Toni Schiefer.

Obmann Manfred Kremmel wollte mit der Veranstaltung die Merkmale eines guten Mostes weitergeben. „Der Most ist ein typisches Hausgetränk der Vorarlberger und wird
wieder mehr getrunken“, so Kremmel.

23 Interessierte brachten ihren eigenen Most in Flaschen mit, diese wurden dann gemeinsam verkostet und Toni Schiefer kommentierte jede Kostprobe.

Bei einer Verkostung wird folgendermaßen vorgegangen:
Der Most wird in ein Kelchglas bis zu 1/8 eingeschenkt, dann wird verkostet.
Zum ersten wird auf die Klarheit und Farbe des Mostes geachtet, als zweites folgt der Geruch, natürlich mit der Nase, dieser kann beispielsweise fruchtig, harmonisches sein. Als drittes der Geschmack, welcher mit dem Gaumen getestet wird. Hier wird auf einen gehaltvollen, fruchtigen oder würzigen Geschmack geachtet. Der vierte Punkt bezieht sich auf den Alkoholgehalt (ausreichend Volumsprozent) und der letzte Punkt ist
die Harmonie des Getränks, dabie wird auf den Abgang geachtet.
Bei einer Verkostung werden natürlich auch die Fehler des Getränks erkannt. Der Sommelie achtete auf Oxidation, Schimmel oder zu viel Hefe.

Grundprinzipien bei der Mostherstellung

Für die Herstellung eines Mostes braucht man natürlich die Rohware. Dafür nimmt man Äpfel, Birnen oder auch Beeren. Das Obst soll gesund, voll entwickelt, gut ausgereift, sortentypisch und frei von Fremdgeschmack und Fremdgeruch sein.

Um ein harmonisches Getränk herzustellen, soll der Zuckergehalt des Obstes
mindestens 55 Öchsle-Grade (Maßeinheit für das Mostgewicht), sowie einen Säuregehalt von 6 – 7 % haben.

Bereits bei der Rohware kann man dies steuern. Apfelsorten mit einem hohen Säuregehalt – wie Boskop, Brünnerling, Bohnapfel, Erbachhofer oder Thurgauer Weinapfel – können mit säurearmen Sorten, wie Jonagold oder Birnensorten, gemischt werden. Es gibt auch Sorten, welche sortenrein verarbeitet werden können: Elstar, Topaz, Braeburn,
Rubinette, Gala und Marschanzker. Hier passt das Zucker-Säureverhältnis.

Dann folgt die Verarbeitung, das heißt, das Abpressen, die Entschleimung und
die Vergärung.

Damit die Gärung zügig und vollständig abläuft, sollte man Reinhefe oder Hefennährsalz zufügen und auf die richtige Temperatur achten (15 bis 20 °C). Nach der Gärung sollte die Temperatur niedriger gehalten werden.

Nach ca. 3 bis 4 Wochen kann der Saft vom Geläger (Hefe) abgezogen werden,
wobei das Fass voll sein muss. Das Lagerfass, welches aus Holz, Plastik oder Metall sein kann, muss unbedingt gut gereinigt werden, damit keine Mikroorganismen in den Most gelangen können, dafür empfiehlt sich ein Zitronensäuregemisch.

Um das ganze Jahr ein gutes Getränk zu erhalten, sollte der Most in Flaschen
abgefüllt werden.

Zum Abschluss kommentierte Toni Schiefer die Mostverkostung als erfolgreich und
gratulierte den Herstellern zu ihren guten Getränken.

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