AA

Illwerke: 600-Mio.-Euro-Projekt beschlossen

Gemeinsame Errichtung des Obervermuntwerks II beschlossen.
Gemeinsame Errichtung des Obervermuntwerks II beschlossen. ©Illwerke
Mit der Verlängerung des "Illwerke-Vertrags" vereinbarten die Vorarlberger Illwerke AG und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG den Bau des Obervermuntwerks II, eine neue, unterirdische Triebwasserführung für das Obervermuntwerk sowie die Errichtung des geplanten Rellswerks.
Obervermuntwerk II: Vertrag unterzeichnet

Am Freitag haben Eigentümervertreter Landeshauptmann Mag. Markus Wallner sowie die beiden Vorstände, Vorsitzender Dr. Ludwig Summer und Dr. Christof Germann auf der einen Seite und Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Villis sowie Vorstand Dr. Dirk Mausbeck auf der anderen Seite, die Vorarlberger Illwerke AG und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG die Verlängerung der energiewirtschaftlichen Partnerschaft bis 31. Dezember 2041 besiegelt.

600 Mio. Euro Investitionsvolumen

“Die heute besiegelten Vereinbarungen bedeuten unter anderem ein Investitionsvolumen von rund 600 Millionen Euro, was eine beachtliche Wertschöpfung für unser Land bedeutet und die Versorgungssicherheit noch weiter erhöht“, begrüßt Landeshauptmann Mag. Markus Wallner die Entscheidung, auch zukünftig eng zusammenzuarbeiten. “Es handelt sich dabei um eine langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit – die Illwerke sind damit aufgrund der optimalen Risikostreuung für die Zukunft gut abgesichert”, ergänzt Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwig Summer. EnBW-Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Villis: „Das neue Pumpspeicherkraftwerk Obervermuntwerk II ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltig orientierte Energiewirtschaft und ein wichtiger Beitrag zum Gelingen der Energiewende in Europa.“

Im Rahmen eines Festakts im “Krafthaus” in Bregenz dankte der Vorstandsvorsitzende der Illwerke, Dr. Ludwig Summer, allen Beteiligten für die langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit und erinnerte bei dieser Gelegenheit an einige der wesentlichsten Meilensteine der Kooperationsgeschichte.

Der Illwerke-Vertrag 1952

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die vertraglichen Beziehungen zwischen den Illwerken und den deutschen Stromabnehmern Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk (RWE) und Energie-Versorgung Schwaben (EVS) im so genannten “Illwerke-Vertrag 1952” geregelt. Dabei wurden Grundsätze des Landesvertrags 1926 beibehalten und so die weitere Entwicklung der Illwerke auf dem von den Gründern festgelegten Fundament gesichert.

Am 1. April 1990 übernahm die EVS die Einsatzleitung der Kraftwerke der Werksgruppe Obere Ill-Lünersee. Mit der Liberalisierung des Strommarkts 1999 kam es zu einem vollständigen Paradigmenwechsel in der Energiewirtschaft. Die Verbundgesellschaft schied aus dem Vertragsverhältnis aus und die EVS – heute: EnBW Energie Baden-Württemberg AG – übernahm die Bezugsrechte.
Mit Wirkung 1. April 2010 wurde die Handhabung der Strombezugsrechte des Landes Vorarlberg nämlich 50 Prozent der Spitzen- und Regelenergie aus der Werksgruppe Obere Ill – Lünersee neu geregelt. Seither üben die Illwer-ke die Strombezugsrechte für das Land Vorarlberg aus. Sowohl Rechte als auch Pflichten sind somit zu gleichen Teilen zwischen den Partnern EnBW und Land Vorarlberg bzw. Illwerke aufgeteilt. Ausgangslage für die Kooperation mit der EnBW ist der „Illwerke-Vertrag 1952“. Er wurde mit der heutigen Unterschrift auf Basis der “Handhabungsvereinbarung 2010” – “gleiche Rechte – gleiche Pflichten” – um weitere zehneinhalb Jahre verlängert.

(VOL.AT)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Illwerke: 600-Mio.-Euro-Projekt beschlossen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen