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Oberösterreicher fanden bei Segeltörn Mordopfer

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Jene zwei Mordopfer, die am vergangenen Freitag auf einer Luxus-Yacht in der Ägäis gefunden worden waren, sind von Urlaubern aus Oberösterreich entdeckt worden.

Im Gespräch mit den „Oberösterreichischen Nachrichten“ (OÖN) schilderte ein 51-jähriger Dachdeckermeister aus Steyr, die grausige Szenerie, die sich ihm auf dem saudi-arabischen Schiff bot.

Die Yacht sei den Oberösterreichern aufgefallen, weil sie gefährlich nahe an der Felsenküste vor der Insel Tilos lag. Das Schiff war offenbar leckgeschlagen, von der Besatzung sei nichts zu sehen gewesen. Deshalb seien zwei Mitglieder der 14-köpfigen Segelpartie aus Steyr auf das fremde Schiff geklettert, um nachzusehen, was los sei, heißt es in dem Artikel.

„Ich hatte ein ungutes Gefühl, als wir zur Yacht kamen“, berichtete der Dachdeckermeister. Im Inneren des Schiffes bestätigte sich die böse Vorahnung: „Ich erblickte einen Berg von Pölstern, aus dem ein blutverschmierter Unterarm ragte. Die zweite Leiche wurde erst von der Polizei entdeckt. Sie lag unter einer Decke beim Steuerrad.“ Die Oberösterreicher hielten ein vorbeikommendes griechisches Motorboot an und alarmierten per Funk die Polizei.

Die saudi-arabische Yacht wurde in den Hafen von Livadia geschleppt und untersucht. „Der Staatsanwalt von Rhodos kam und leitete die Untersuchungen. Wir durften die Insel vorläufig nicht verlassen und wurden stundenlang verhört“, erzählte das Crew-Mitglied. Die Polizei sei aber sehr zuvorkommend gewesen. Am Abend durfte die Gruppe schließlich weiter nach Kos fahren. „Das war gerade noch rechtzeitig, um am nächsten Vormittag das Flugzeug in die Heimat zu erreichen.“

Bei den Mordopfern handelt es sich, wie die APA bereits am Freitag berichtet hatte, um einen Italiener und einen Philippiner. Die unter der Fahne Saudi Arabiens fahrende Yacht „GHAREEB“ war aus dem türkischen Touristenhafen von Kusadasi ausgelaufen und sollte die griechische Touristeninsel Rhodos anlaufen, so das staatliche Fernsehen NET unter Berufung auf die Küstenwache. Die Männer sind nach Ansicht der Gerichtsmediziner bereits 48 Stunden vor ihrer Entdeckung erstochen worden. Die Behörden suchen einen Philippiner, der laut Besatzungsbuch auch an Bord der Yacht war. Er ist – ebenso wie das Beiboot – spurlos verschwunden.

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