Obdachlosigkeit in Vorarlberg

Wolfgang Meier von der Caritas vor dem Kolpinghaus.
Wolfgang Meier von der Caritas vor dem Kolpinghaus. ©VOL.AT/Simon Vonbank
Feldkirch – Was genau bedeutet Obdachlosigkeit in Vorarlberg, wie sieht das Hilfsnetzwerk aus, wie kommt es dazu, dass jemand obdachlos wird und wie schwer ist der Weg zurück in den Alltag? VOL.AT hat sich die Notschlafstelle der Caritas in Feldkirch angeschaut und versucht Antworten auf diese Fragen zu bekommen.
Was bedeutet Obdachlosigkeit in Vorarlberg?

„Wohnungslosigkeit ist die schlimmste Form von Armut“, erklärt Wolfgang Meier von der Caritas. „Zu uns kommen jährlich rund 180 Personen, die aufgrund verschiedenster Umstände Wohnungslos sind.“ Vielfach sei dies eine Kombination aus  Arbeitsplatzverlust, Gewalt, Sucht, Streitereien, Scheidungen oder starker Alkoholkonsum. Aber auch Menschen, die in schlechten Wohnverhältnissen leben müssen, weil sie keinen anderen Wohnraum finden, kommen in die Notschlafstelle. „Grundsätzlich kann dies jeden treffen. Es ist ein sehr schmaler Grat“, sagt Meier. Im Vergleich mit den letzten Jahren ist eine permanente Steigerung an Hilfsbedürftigen festzustellen.

Großes Hilfsnetz gegen Obdachlosigkeit

Grundsätzlich müsse in Vorarlberg niemand auf der Straße wohnen, erklärt Meier. „Wir haben ein hervorragendes und breites Hilfsnetz mit beispielsweise über 250 stationären Betten im ganzen Land.“ Zudem gibt es diverse andere Hilfseinrichtungen, die sich teils spezialisiert den verschiedensten Problemen und Problemsituationen annehmen.

Schwerer Weg zurück in den Alltag

„Der Weg zurück ist lang und sehr schwer, aber auf jeden Fall bewältigbar“, so Meier. Wichtig sei auch die richtige Einstellung der betroffenen Personen. So kommt es mitunter auch vor, dass sich manche Personen gar nicht helfen lassen wollen.

Die Notschlafstelle

Um einen Schlafplatz in der Notschlafstelle zu bekommen muss eine Person drei Kriterien erfüllen. Die Person muss wohnungslos sein, mindestens 18 Jahre alt und nur ein geringes bis kein Einkommen haben (die Grenze liegt hier bei 800 Euro im Monat). Für Kinder und Jugendliche gibt es spezielle Einrichtungen. Die maximale Übernachtungsdauer beträgt 28 Tage. In dieser Zeit soll mit Hilfe der Sozialarbeiter eine Lösung gefunden werden.

„Mit der Übernachtung ist es nicht getan. Wir haben ein großes Hilfspaket das Anwendung findet und das Ziel sollte das eigenständige Wohnen sein“, erklärt Meier. Die durchschnittliche Dauer beträgt 10 Tage. Die Notschlafstelle Feldkirch wird im Auftrag der Landesregierung geführt. Es gibt 15 Mitarbeiter und 8 Schlafstellen. Finanziert wird die Einrichtung durch den Sozialfond.

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