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Nur wenig Wasser: Hitze und Trockenheit machen der Dornbirner Ach zu schaffen

©VOL.AT/Mayer
Die Dornbirner Ach führt derzeit nur wenig Wasser. Grund dafür ist die anhaltende Trockenheit im Ländle, einen Notstand sieht die Stadt keinen.
Wenig Wasser in Dornbirnerach
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Derzeit machen Fotos auf Social Media die Runde, die zeigen, wie niedrig der Wasserstand der Dornbirner Ach ist. Anwohner vermuteten bereits, dass das Sägewerk hier Wasser abzweige, doch dem ist nicht so: "Grund für den geringen Wasserstand in der Dornbirner Ach ist die anhaltende Trockenheit", erklärt Elisabeth Haschberger von der Stadt Dornbirn in gegenüber VOL.AT. In den letzten fünf Wochen seien in Dornbirn nur noch rund 60 Liter Wasser pro Quadratmeter, umgerechnet nur rund 60 Millimeter, Niederschlag gefallen. "Durch die vielen Sonnenstunden, den häufigen Wind und die trockene Luft sind in dieser Zeit potenziell mehr als 100 Millimeter verdunstet. Somit ist der Boden sehr stark ausgetrocknet", informiert Haschberger. Noch dazu sei die Schneeschmelze im Einzugsgebiet des Gewässers bereits vorbei. Viele oberflächennahe Quellen seien versiegt.

Situation wie im Vorjahr

Die geringe Wassermenge in der Dornbirner Ach hat nichts mit etwaigen Abzweigungen oder Wasserstauungen zu tun: "Es finden derzeit keine Arbeiten am Staufensee statt, auch die Ufermauersanierung an der Ach hat nichts mit der geringen Wassermenge zu tun. Es liegt einfach an der bisherigen Wetterlage", verdeutlicht die Mitarbeiterin der Stadt Dornbirn gegenüber VOL.AT. Die selbe Situation habe es bereits im vergangenen Jahr aufgrund des heißen und trockenen Sommers gegeben. Derzeit sieht die Stadt keine Notlage, was den Wasserstand angeht. Man könne nur warten, bis es regne und sich die Situation von alleine wieder normalisiere. "Das Wetter hat man leider nicht im Griff", so Haschberger.

Problematisch für Fische

Juliane Alton, Stadträtin für Natur- und Umweltschutz in Dornbirn, sieht den niedrigen Wasserstand der Dornbirner Ach hingegen kritisch. "Das ist für unsere Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner wirklich schade, weil die Ache unser bester und nächster Erholungsraum ist", erklärt sie. Bei so wenig Wasser komme es zu einem vermehrten Algenwachstum, das Wasser werde warm und das sei für die Badegäste auf längere Sicht nicht so angenehm. Besonders für die Bewohner des Flusses sei die derzeitige Situation problematisch. "Fische und auch Vögel, die die Fische jagen, haben damit ein Problem", betont die Umweltstadträtin. "Mit so wenig Wasser können Fische eigentlich nicht überleben." Süßwasserfische bräuchten kühles frisches Wasser.

Foto: handout/Leonie G.

Maßnahmen intensivieren

Was die Gegenmaßnahmen angehe sei man leider nicht so gut aufgestellt. Es gebe einige Möglichkeiten um der Situation entgegenzuwirken. "Entlang des Achufers sollte man große Bäume setzen und die Situation wäre viel besser, auch angenehmer für Badegäste", nennt Alton ein Beispiel. Eine weitere Möglichkeit wäre Sache der Feuerwehr: Diese könnte etwa bei kleinen Gewässern mehr Wasser zuführen. "Aber bei einem Fluss wie der Dornbirnern Ach wäre das schlecht möglich", gibt sie zu verstehen. Es mache hier nicht viel Sinn die Ache mit Trinkwasser zu befüllen. "Insgesamt sollten wir unsere Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel verstärken und intensiveren", konstatiert die Umweltstadträtin. "Da werden wir als Dornbirner Grüne auch bei der Stadtvertretungssitzung am Donnerstag einen Antrag einbringen."

(Red.)

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