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"Nur Versöhnung hilft auf Dauer"

Blumen für die Panzer: Tunis im Jänner 2011.
Blumen für die Panzer: Tunis im Jänner 2011. ©AP
Schwarzach – Bischof Benno begrüßt, dass syrische Flüchtlinge ins Land kommen: »Wir müssen helfen«.
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Die Welt steht in Syrien durch das angekündigte Eingreifen der USA am Vorabend eines Krieges, der den Kern eines Weltenbrandes in sich trägt. Für Bischof Benno Elbs ist der Gedanke unerträglich, dass gerade die Schwächsten – »das sind die Frauen und Kinder« – noch mehr leiden werden.

Ist in Ihren Augen ein Krieg überhaupt ein mögliches Lösungsmittel für Konflikte?

Bischof Benno: Eindeutig nein. Für mich gilt das Jesus-Wort: Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen. Gewalt ist keine Lösung. Man muss stattdessen alles tun, um aus dem Teufelskreis der Gewalt rauszukommen.

Wie kann das gehen?

Bischof Benno: Der Weg führt nur über die Versöhnung, über eine Kultur des Dialogs, auch mit der Bereitschaft zur einseitigen Abrüstung.

Das birgt hohe Risiken.

Bischof Benno: Spaziergang ist das keiner. Der Einsatz verlangt mitunter einen hohen Preis. Aber wir finden Beispiele in der Geschichte: Der Fall der Berliner Mauer etwa. Die Gebete in der Nikolai-Kirche waren im Grunde genommen die spirituelle Zelle, aus der die Demonstrationen entstanden sind, die zur größten friedlichen Revolution in Europa anwuchsen. Oder die Bewegung der österreichischen Friedensaktivistin Hildegard Goss-Mayr. Sie hat den Begriff der »Gütekraft« geprägt: Die Güte des Herzens ist die einzige Kraft, die genügend Hilfe bringt, um aus einem solchen Konflikt herauszukommen. Ich hab noch die Bilder in Erinnerungen von der Revolution auf den Philippinen, wie Demonstranten in den 1980er-Jahren mit Blumen gegen Panzer vorgegangen sind.

Das ganze Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Vorarlberger Nachrichten.

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