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NRW-Innenminister zieht Notbremse: Kölner Polizeichef Albers muss gehen

Kölner Polizeichef Albers in vorzeitigen Ruhestand versetzt.
Kölner Polizeichef Albers in vorzeitigen Ruhestand versetzt. ©APA/AFP
Der nach den Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof in die Kritik geratene Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers ist in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. Unterdessen steigt die Zahl der Anzeigen in Köln kontinuierlich. Daneben mussten zwei festgenommene Männer freigelassen werden. Falscher Verdacht.

Das erfuhren der “Kölner Stadt-Anzeiger” und die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Kreisen der Landespolitik. Zuletzt waren zunehmend Rücktrittsforderungen gegen Albers laut geworden. Unter anderem war Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker deutlich auf Distanz gegangen.

Dem Polizeipräsidenten wurde unter anderem vorgeworfen, die Öffentlichkeit nach den Übergriffen nicht rechtzeitig informiert zu haben und Informationen unter anderem über die Herkunft der Verdächtigen zurückgehalten zu haben.

Aus einer Gruppe von 1000 Männern heraus hatten sich in der Silvesternacht kleinere Gruppen gebildet, die Frauen umzingelt, sexuell bedrängt und bestohlen haben sollen. Der Polizeieinsatz war von vielen Seiten scharf kritisiert worden, unter anderem von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Informationen über den Einsatzablauf kamen nur stückchenweise ans Licht.

170 Anzeigen nach Übergriffen

Unterdessen steigt die Zahl der Anzeigen kontinuierlich. Bis zum Freitag seien rund 170 Anzeigen erstattet worden, drei Viertel davon hätten einen sexuellen Hintergrund. Außerdem lägen 350 Stunden Videomaterial über die massiven Ausschreitungen auf dem Bahnhofsvorplatz vor, sagte ein Polizeisprecher. Etwa 250 verschiedene Daten müssten ausgewertet werden. Die bislang 80-köpfige Ermittlungsgruppe “Neujahr” wurde auf 100 Beamte aufgestockt.

Falscher Verdacht gegen zwei Männer

Zwei am Freitag festgenommene mutmaßliche Trickdiebe wurde dagegen nach wenigen Stunden wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Tatverdacht gegen die beiden habe sich nicht erhärtet, sagte Staatsanwalt Benedikt Kortz der Deutschen Presse-Agentur. Bei den 16 und 23 Jahre alten Männern aus Marokko und Tunesien sollen nach Polizeiangaben Handys sicher gestellt worden sein. Nach Angaben von WDR und “Kölner Stadt-Anzeiger” zeigen dort gespeicherte Videos Ausschreitungen und Übergriffe auf Frauen. Polizei und Staatsanwaltschaft kommentierten das nicht. (dpa/red)

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