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NR-Wahl: "Offene" Richtungsentscheidung

LH und ÖVP-Landesobmann Herbert Sausgruber (V), seit kurzem ein gestandener 60er, beurteilt die aktuelle Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage in Österreich und im Ländle "besser als erwartet".

2007 werde es hoffentlich so weiter gehen, Voraussetzung seien gleich bleibende positive Rahmenbedingungen. Das heiße im Klartext, wieder eine Regierung unter Führungsverantwortung von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und der Volkspartei.

Auf diesen Nenner brachte Sausgruber in einem APA-Sommergespräch die politische Ausgangslage vor der Nationalratswahl am 1. Oktober. Der in knapp zwei Monaten bevorstehende Urnengang sei eine „Richtungsentscheidung“. Unabhängig von Umfragen und Prognosen sei der Ausgang völlig „offen“, warnte Sausgruber vor verfrühter Euphorie in den eigenen Reihen: „Das Match ist erst mit dem Schlusspfiff aus, die Wahl erst nach Schließen der Wahllokale entschieden“. Niemand dürfe davon ausgehen, dass die SPÖ entscheidend geschwächt und quasi schon geschlagen sei.

Natürlich gehe es am 1. Oktober vorrangig auch um die Kanzlerfrage. Und da sei führ ihn „Schüssel der weitaus bessere Kandidat“ als SPÖ-Herausforderer Alfred Gusenbauer, betonte Sausgruber: „Der Vergleich macht sicher“. Die Volkspartei kämpfe mit Nachdruck darum, Nummer Eins zu bleiben, um eine vernünftige Politik für wirtschaftliche Dynamik und sozialen Ausgleich fortsetzen zu können. Entscheidend sei aus seiner Sicht, dass Schüssel vom Wähler und die ÖVP wieder den Führungsanspruch erhalten.

Solange die Wähler nicht gesprochen haben, beteilige er sich nicht an Koalitionsspekulationen, hielt sich Sausgruber zurück. Gleichzeitig bekräftigte der Landeshauptmann aber seine Warnung vor einer möglichen Regierung von SPÖ und Grünen: „Wir sollten die Chance wahrnehmen, Österreich ein missglücktes rot-grünes Experiment wie in Deutschland zu ersparen“. Österreich habe sich unter der Regierung Schüssel einen Vorsprung erarbeitet – und der sollte „durch maßvolle Fortsetzung der vernünftigen Reformpolitik“ erhalten bleiben. Mit wem letztlich eine neue Regierung gebildet werde, ergebe sich nach dem 1. Oktober. Einzig FPÖ-Mann Heinz-Christian Strache habe sich durch seine extreme Oppositionsansage schon vorzeitig selbst aus dem Regierungs-Rennen genommen.

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