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Notschlafstellen in Vorarlberg: Die Caritas in Feldkirch ist "gerüstet"

Notschlafstellen sind für Obdachlose oft die letzte Möglichkeit um einer lebensbedrohlichen Nacht im Freien zu entgehen.
Notschlafstellen sind für Obdachlose oft die letzte Möglichkeit um einer lebensbedrohlichen Nacht im Freien zu entgehen. ©Symbolfoto: APA
Feldkirch – Die von der Caritas Vorarlberg betriebene Notschlafstelle in Feldkirch ist auf die Kältewelle vorbereitet.
Noch freie Betten

Mehr als 200 Tote hat das sibirische Kältehoch in Osteuropa bereits gefordert. Die Notunterkünfte, falls vorhanden, sind überfüllt. In Vorarlberg ist man vorbereitet. Wenn die Temperaturen, wie derzeit, unterhalb der Null-Grad Grenze angesiedelt sind, dann ist ein Übernachten im Freien lebensgefährlich. Besonders unter Alkoholeinfluss steigt das Risiko einer gefährlichen Unterkühlung. Die Einrichtungen für Obdachlose der Caritas Vorarlberg sind auf die Kältewelle vorbereitet.

Notschlafstellen: Noch gibt es freie Betten

In der Notschlafstelle in Feldkirch ist Platz für acht Personen. „Derzeit sind vier Betten belegt“, informiert Wolfgang Meier: „Wir betreuen etwa 150 bis 160 Personen pro Jahr. Der Belegungsschnitt liegt bei 4,5 Betten pro Tag.“ Tendenziell rechnet die Caritas Vorarlberg nicht mit mehr Menschen in den nächsten Tagen. „Die Leute richten sich auf den Winter ein und suchen sich selber einen Platz, zum Beispiel bei Freunden oder Verwandten“, erklärt Wolfgang Meier die rechtmäßige Anfrage. Sollte die Situation doch ausufern, kann auch ein Matratzenlager eingerichtet werden.

Alkohol- und Hundeverbot

Auch in den Notschlafstellen gelten Regeln für die Gäste. In den meisten Einrichtungen gilt ein striktes Alkoholverbot. Es gibt aber auch für Menschen, die dieser Anforderung nicht nachkommen können oder wollen, einen Platz zum Schlafen. „Angetrunkene bekommen bei uns auch einen Platz zum Schlafen, aber nur wenn sie sich angemessen Verhalten und ruhig sind“, so der Leiter der Wohnungslosenhilfe Wolfgang Meier.

Keine obdachlosen Jugendlichen

Bedürftige Jugendliche werden in den Notschlafstellen – zu ihrem eigenen Schutz – nicht untergebracht. „Jugendliche werden in anderen Einrichtungen betreut. Es darf nicht so sein, dass junge Menschen von zu Hause ausreißen, weil sie wissen, dass sie in einer Notschlafstelle unterkommen“, erklärt Wolfgang Meier. „In solchen Fällen ist die ,Jugend-Arbeit’ gefordert.“ Neben einer Übernachtungsmöglichkeit bietet die Caritas Vorarlberg den Jugendlichen auch eine lösungsorientierte Beratung und Betreuung an.

Video: Auf Kältewelle vorbereitet

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