"Notleidende Banken" deutsches Unwort des Jahres 2008

Das Unwort des Jahres 2008 in Deutschland heißt "notleidende Banken". Der Begriff stelle "das Verhältnis von Ursachen und Folgen der Weltwirtschaftskrise rundweg auf den Kopf", begründete der Sprecher der Jury, Horst Dieter Schlosser, am Dienstag die Entscheidung.

“Während die Volkswirtschaften in ärgste Bedrängnis geraten und die Steuerzahler Milliardenkredite mittragen müssen, werden die Banken mit ihrer Finanzpolitik, durch die die Krise verursacht wurde, zu Opfern stilisiert.”

Als Unwort werden sprachliche Missgriffe gerügt, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen. Ziel der sprachkritischen Aktion ist es, “für mehr sachliche Angemessenheit und Humanität im öffentlichen Sprachgebrauch zu werben”. Im Dezember hatte die Jury “Finanzkrise” zum bundesdeutschen Wort des Jahres gekürt.

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