Norwegen setzt Walfang aus

Der international stark umstrittene norwegische Walfang wird Ende dieser Woche bis auf weiteres ausgesetzt. Maßnahme sei vor allem "urlaubsbedingt".

Wie der Vize-Chef der zentralen Einkaufsorganisation für Rohfisch („Rafisklag“), Magnar Pedersen, am Dienstag in Tromso mitteilte, sollen mit Beginn der dreiwöchigen Sommerferien für die folgenden drei Wochen keine Walfänger mehr auslaufen. Diese Maßnahme sei vor allem „urlaubsbedingt“. Man werde prüfen, ob nach den Ferien erneut Jagd auf Zwergwale im Nordatlantik und in polaren Gewässern gemacht werden könne.

Von den in diesem Jahr freigegebenen 1.052 Zwergwalen sind nach offiziellen Angaben seit Mai erst 404 Meeressäuger getötet worden. Die geringe Ausnutzung der Quote wurde von Branchenvertretern in der norwegischen Presse damit erklärt, dass die Qualität des Walfleisches schlecht sei, die Nachfrage gering und die Jagd wegen hoher Treibstoffkosten und geringer Erlöse zu teuer.

Norwegen hatte den Walfang 1993 trotz des weltweit weiter geltenden Fangverbotes durch die Internationale Walfangkommission (IWC) wieder aufgenommen. Im Juni hatte Japan in der IWC eine Resolution gegen das Walfangmoratorium durchgesetzt und damit im Streit um die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs zusammen mit ebenfalls für den Walfang eintretenden Ländern wie Norwegen, Island und Südkorea einen wichtigen Etappensieg errungen. Der Fang der Zwergwale wird von den Skandinaviern damit begründet, dass es von dieser auch Minkwal genannten Art einen ausreichend großen Bestand gebe.

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