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Nordkorea: Positionen verhärtet

Die Positionen zwischen den USA und Nordkorea bei Gesprächen über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms haben sich offensichtlich verhärtet.

Nach der ersten Sitzung einer neuen Arbeitsgruppe für die Atomgespräche am Mittwoch in Peking sagte ein russischer Vertreter: „Ihre Positionen sehen noch verhärteter aus als vor ein paar Tagen.“ Wie die Moskauer Nachrichtenagentur ITAR-TASS berichtete, sollen die vorbereitenden Beratungen voraussichtlich vier bis fünf Tage dauern.

Bei ihren Gesprächen bereiten die Sondergesandten Nordkoreas, der USA, Chinas, Südkoreas, Japans und Russlands die vor Ende Juni geplante neue Runde der Sechser-Gespräche auf Vizeministerebene vor. In der Arbeitsgruppe habe Nordkoreas Delegation die Forderung nach Entschädigung für ein Einfrierung des Atomwaffenprogramms bekräftigt, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Begleitet wurde das Treffen von neuen Vorwürfen der Führung Nordkoreas, die USA, die 37.500 Soldaten in Südkorea stationiert haben, verfolgten kriegerische Absichten und hätten die Invasion Nordkoreas im Sinn. Ein entsprechender Artikel erschien am Mittwoch im Parteiorgan „Rodong Sinmun“.

Die USA werfen Nordkorea vor, am Bau von Atomwaffen zu arbeiten, und fordern das nachprüfbare und vollständige Ende des nordkoreanischen Atomprogramms. Die Führung in Pjöngjang beharrt hingegen darauf, dass Washington den ersten Schritt tut und Wirtschaftshilfe bereitstellt. Der Atomstreit schwelt seit Herbst 2002.

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