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Nofler als Missionar auf Zeit in Paraguay

Philipp Scheffknecht bleiben vor allem die lachenden Kinder aus seiner Zeit in Paraguay in lebhafter Erinnerung
Philipp Scheffknecht bleiben vor allem die lachenden Kinder aus seiner Zeit in Paraguay in lebhafter Erinnerung ©Bandi Koeck
Menschen aus der Heimat: Philipp Scheffknecht
Bilder Philipp Scheffknecht

Feldkirch. (BK) Der 31-jährige Nofler Philipp Scheffknecht war für ein Jahr in Capitán Miranda in Paraguay  als Missionar auf Zeit tätig.

Der gebürtige Lustenauer zog mit sechs Jahren in die westlichste Gemeinde Österreichs, Nofels. „Mein Vater war Elektroniker bei der Firma Bachmann wie auch mein Bruder.“ Die Volksschule besuchte er in Nofels, die Hauptschule in Gisingen-Oberau. Als Kind spielte er sehr gerne Fußball. Nach der Hauptschule besuchte er die Handelsakademie in Feldkirch, weil er sich eher als Büromensch sieht. „Die dritte Klasse HAK habe ich wiederholt, weil zu jener Zeit mein Papa am Berg verunglückt ist. Es war eine schwierige Zeit und ich musste mich mit dem Tod und dem Leben danach auseinander setzen“ sagt er unverblümt. Sein Firmpate nahm ihn mit auf eine Pilgerreise nach Ungarn, wo er Gemeinschaft auf wunderbare Weise erleben durfte. Fortan nahm er an religiösen Veranstaltungen mit Jugendlichen teil, Gebetskreisen und Anbetungen. Nach der Matura begab sich Philipp Scheffknecht auf Jobsuche. Er schmiedete die ersten Familienpläne.

Innere Stimme

„Seit dem 16. Lebensjahr war ich aktives Mitglied beim Pfarrgemeinderat in Nofels“ erzählt er. „In der zweiten Pfarrgemeinderatsperiode war die Kirchgemeinde intensiv auf der Suche nach einem Pfarrer. Es entstand bei mir der Wunsch, aktiver in der Pfarre tätig zu werden.“ Vom Personalreferenten Christoph Jochum, der heute schwanger.li leitet, bekam er die Anfrage, bezüglich kirchlicher Berufe. „Ich wurde sofort hellhörig und nach einem Jahr Bedenkzeit bewarb ich mich beim Seminar für kirchliche Berufe in Wien.“ Bevor er die Zusage für die Schule bekommen hatte, musste er allerdings bei einer Liechtensteiner Treuhand AG, für welche er damals tätig war, kündigen. „Meine Freunde verstanden nicht, wieso ich diesen Schritt machen konnte. Ich habe gut verdient und der Job war angenehm. Aber mich hat er eben nicht erfüllt.“

Vorbild Kräutler

Nach der vierjährigen Ausbildung inklusive einjährigem Praktikum in der Pfarre Nenzing zog es Philipp nach Hard und Dornbirn, wo er jeweils ein Jahr als Pastoralassistent arbeitete. Durch ein Seminar der Steyler Missionare in St. Arbogast erfuhr Scheffknecht von einem Auslandseinsatz. Er war davon sofort angetan und bewarb sich für ein südamerikanisches Land. „Bei der Matura kam die Frage im Fach Religion zum Thema Befreiungstheologie über Bischof Erwin Kräutler. Damals wusste ich die Antwort nicht, heute ist Dom Erwin ein persönliches Vorbild“ verrät er seine Beweggründe für Südamerika. In der Zwischenzeit traf der junge Missionar Kräutler schon mehrmals persönlich. Am 18. August 2011 begann der Nofler seine Tätigkeiten in der Pfarre St. Josef der Arbeiter in Capitán Miranda in Paraguay nahe der argentinischen Grenze. Der gläubige Christ erzählt von einem ausgiebig gefeierten Frühlingsfest. „Mein Tanzstil amüsierte die Leute und ich war gleich bekannt bei der Bevölkerung.“ Er erzählt auch, dass er der einzige war, der im Sommer in der höchsten Hitze mit dem Fahrrad unterwegs war. Philipp verteilte am Anfang 500 Kinderbibeln, ging in Schulen und las Geschichten aus der Bibel vor, spielte Fußball und Fangen mit den Kindern.

Viele Eindrücke

Anfangs besuchte er in der Hauptstadt Asunción einen vierwöchigen Spanischkurs. Er wohnte bei einer netten Gastfamilie. „In meinem Dorf gab es eine Hauptstraße und fünf Seitenstraßen, die A, B, C, D, E hießen“ sagt er und lacht. Im 10.000 Einwohner-Dorf sprach nicht jeder Spanisch, sondern Guaraní, die Sprache der Indigenen. „Dieser Aufenthalt war nicht nur eine tolle Horizonterweiterung für mich, sondern stärkte zudem meinen Glauben.“ Als er dies sagt, denkt er besonders an die Herzlichkeit und Dankbarkeit der Einwohner. „Dort gehen die Menschen zur Arbeit, um zu überleben. Hier gehen wir arbeiten, um unseren Lebensstandard zu verbessern.“ Genau diese Ungerechtigkeit und Themen wie Nachhaltigkeit beschäftigen ihn im Moment. Für seine Zukunft wünscht sich Philipp, mehr in diese Richtung machen zu können.

FACTBOX:

Philipp Scheffknecht

Geburtstag: 23. Februar 1981

Wohnort: Nofels

Beruf: Pastoralassistent

Hobbys: Schach, Fußball

Lieblingssprache: Spanisch

Lieblingsessen: Käsknöpfle

An Feldkirch schätze ich: das Bergpanorama und die Vielfalt

Kontakt: pscheffknecht@hotmail.com

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