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Noch hält sich das Ozon zurück

Bregenz - Die einen reden schon jetzt von negativen Rekorden bei der Ozonbelastung im heurigen Sommer. So weit will sich Mag. Bernhard Anwander von der Abteilung Luftreinhaltung im Umwelt­institut allerdings nicht aus dem Fenster lehnen.

Die Ozonbelastung hänge immer vom Wetter ab. Bis dato sorgte ein kurzweiliger Mix aus Sonne und Regen trotz dazwischen hoher Temperaturen, dass die Ozonwerte nicht ins Unermessliche gestiegen sind. Der höchste Wert dieses Sommers wurde mit 176 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m3) unlängst in Sulzberg gemessen. Davor betrug das Stundenmittel 168 µg/m3. Der Schwellwert liegt bei 180 Mikrogramm.

Reinigende Gewitter

Für die nächsten Tage rechnet Bernhard Anwander aufgrund der Wetterprognosen mit einem Rückgang der Ozonbelastung. Vor allem die Gewitter wirken demnach im wahrsten Sinne des Wortes reinigend. Die hohen Werte in Sulzberg, das auf 1000 Metern liegt, sind auf die Höhe zurückzuführen. „In diesen Bereichen baut sichdasOzon über Nacht nicht so schnell ab wie in tieferen Lagen“, erklärt Anwander. Was die weitere Entwicklung der Ozonbelastung betrifft, wagt er keine Vorhersage. Alles hänge davon ab, wie sich der Sommer mache. Gift für die Umwelt und empfindliche Menschen sind aber in jedem Fall langanhaltende Schönwetterperioden mit hohen Temperaturen.

Erträgliche Grenzen

In den letzten Jahren hielten sich die Ozonwerte in erträglichen Grenzen. So gab es 2010 lediglich eine Schwellwertüberschreitung, 2009 wurde keine verzeichnet, ebenso wie 2007. 2008 kam es zu einer Überschreitung, 2006 waren es vier. Heuer verzeichneten die vier Ozon-Messstationen noch keine überschießenden Ozonwerte. Die lieferte der Sommer 2003 in reicher Zahl. Damals wurde die Infoschwelle von 180 µg/m3 Luft an insgesamt 21 Tagen überschritten. Der höchste Wert, gemessen am 21. August, betrug 237 µg/m3. Zum Vergleich: Die Alarmschwelle liegt bei 240 µg/m3 Luft. Die Ozonwerte sammeln sich an insgesamt vier Messstationen. Dazu kommt noch eine Mobile Messstation. Die stand laut Bernhard Anwander zuletzt zwei Jahre im Lauteracher Ried. Davor war sie im Steinbruch Hohenems und beim Pfändertunnel im Einsatz. Dort wird sie auch nach der Eröffnung der zweiten Röhre wieder stehen. Um genügend aussagekräftige Daten zu erhalten, bleibt das Gerät meist über einen längeren Zeitraum an einem Platz stehen.

Für den Fall des Falles

Der Messbericht für den Vortag wird täglich um 10 Uhr veröffentlicht. Bei Überschreitungen erfolgt eine aktuelle Berichterstattung noch am gleichen Tag. Als einziges Bundesland hat Vorarlberg bei 210 µg/m3 eine zusätzliche Schwelle eingezogen. Das heißt: Bei 181 g/m3 erfolgt eine Information über die Medien bzw. die Internetseite des Landes. Bei 210 g/m3 wird die Bevölkerung zu freiwilligen Maßnahmen aufgerufen und die Empfehlung für Tempo 100 auf der Autobahn ausgegeben. Bei 240 g/m3 tritt der 2003 erarbeitete Ozon-Maßnahmenplan in Kraft. Er beinhaltet eine verpflichtende Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 auf der Autobahn, die freie Benützung öffentlicher Verkehrsmittel, ein Verbrennungsverbot im Freien sowie konkrete gesundheitsbezogene Empfehlungen.

Maßnahmen zur Ozonvermeidung:

  • Rad und öffentliche Verkehrsmittel statt Autofahren: Durch Vermeiden von Autofahrten können die größten Mengen an Vorläuferschadstoffen eingespart werden.
  • Großveranstaltungen ohne Stau: Die Veranstalter von Großereignissen werden ersucht, den Besuchern die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nahezulegen oder einen speziellen Zubringerdienst einzurichten.
  • Freizeitvergnügen ohne Gaspedal: Auto- und Motorradfahrten, aber auch motorisierte Freizeitaktivitäten auf dem Wasser und in der Luft sollten reduziert werden.
  • Zweitakter ruhen lassen: Benzinbetriebene Rasenmäher, Mopeds oder 2-Takt-Bootsmotoren emittieren große Mengen an ozonbildenden flüchtigen Kohlenwasserstoffen.
  • Lackieren ohne Lösungsmittel: Aus lösungsmittelhältigen Farben, Sprays, Reinigungsmittel und Klebstoffen entweichen flüchtige Kohlenwasserstoffe, die die Ozonbildung fördern. Achten Sie daher besonders auf die Verwendung lösungsfreier Produkte.
  • Kein Feuer im Freien: Durch das Verbrennen von Ästen oder Gartenabfällen im Freien, aber auch beim Grillen mit Holzkohle wird die Luft mit ozonbildenden Kohlenwasserstoffverbindungen belastet.

(VN)

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