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Neuroth eröffnet Produktionsstandort im steirischen Lebring

190 Mitarbeiter fertigen hier Teile für Hörgeräte
190 Mitarbeiter fertigen hier Teile für Hörgeräte ©APA
Der Hörakustiker Neuroth hat am Freitag im steirischen Lebring seinen neuen gruppenweiten Produktionsstandort eröffnet: Rund 190 Mitarbeiter fertigen dort auf etwa 3.700 Quadratmeter Fläche jährlich knapp 200.000 Otoplastiken, Ohrpassstücke für Hörgeräte und Ohrenschutz, die in Österreich sowie sechs weiteren Ländern verkauft werden. Die Mitarbeiter vom früheren Sitz in Schwarzau sind praktisch mitübersiedelt. Der Standort ist nun eines der größten Hörakustik-Labors Europas.

"Wir sind sehr stolz darauf, dass wir unser geplantes Standort-Projekt trotz der Coronaviruskrise erfolgreich umsetzen konnten. Unser neuer Standort bietet alle Möglichkeiten, um uns in Sachen Internationalisierung und Innovation nachhaltig weiterentwickeln zu können", sagte CEO Lukas Schinko, der das Traditionsunternehmen in vierter Generation leitet. Der Umbau der ehemaligen Industriehalle wurde innerhalb von drei Monaten abgewickelt, die gesamte Planung dauerte kein Jahr. Das bisherige Investitionsvolumen in das Gebäude, das bis 2018 Hauptsitz der Firma Isovoltaic war, betrug rund 3 Mio. Euro.

Schinko erklärte, dass man durch die Krise mehrere Monate lang einen Umsatzeinbruch um rund zwei Drittel hatte, das Niveau nun aber wieder fast gleich hoch wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres sei. Derzeit bediene man Kunden in Österreich, wo man zusammen mit Hartlauer und Hansaton zu den Marktführern zähle. In Deutschland und der Schweiz befinde man sich im Mittelfeld beim Marktanteil. Standorte hat man auch noch in Slowenien, Kroatien und seit wenigen Monaten auch in Serbien. In allen Ländern wolle man expandieren.

Mittels zwölf Stück 3D-Druckern und Handarbeit werden nun in Lebring Otoplastiken aus unterschiedlichen Materialien wie Acryl, Silikon oder Titan produziert und mit der nötigen Technik bestückt. Sie werden auf Basis eines Ohrabdrucks des Kunden zuerst digital modelliert. Nach dem 3D-Druck, der zweieinhalb bis drei Stunden dauert, werden die Otoplastiken nachgeschliffen, ehe die Elektronik eingebaut wird. Anschließend geht das Gerät noch in die Qualitätskontrolle. Neben den rund 200.000 Stück, die jährlich neu produziert werden, werden auch noch 120.000 bis 130.000 Hörgeräte pro Jahr repariert.

"Moderne Technologien und klassisches Handwerk sind kein Widerspruch, das zeigt der neue Produktionsstandort", sagte Wirtschaftskammerpräsident Josef Herk. Neben ihm waren auch der neue IV-Präsident Stefan Stolitzka sowie LH Hermann Schützenhöfer (ÖVP) bei der Eröffnung dabei.

Weitere Investitionen sollen am Standort folgen: So soll etwa ein Besucherzentrum kommen, um Interessierten einen Blick hinter die Kulissen zu geben. Mit dem neuen Standort bleibe Neuroth der Region treu, was für Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) "gerade in der aktuellen Situation ein äußerst positives Signal für die Steiermark" sei. "Unsere österreichische Produktion und Logistik sind wesentliche Bestandteile unserer Wertschöpfungskette und unseres Qualitätsverständnisses. Umso wichtiger sind für uns auch unsere erfahrenen Fachkräfte", sagte Schinko zur Standort-Entscheidung. Gerade die Coronaviruskrise habe gezeigt, wie wichtig die heimische Produktion zur Sicherstellung der Grundversorgung sei - vor allem im Medizintechnikbereich.

Neben der gruppenweiten Produktion, Werkstatt und Logistik sind am neuen Standort auch weitere Unternehmensbereiche angesiedelt - etwa die Landesorganisation Österreich, die Medizintechnik-Sparte und der B2B-Gehörschutz-Bereich. Auch eine Filiale soll im kommenden Jahr direkt neben der Produktion eröffnen - die "Neuroth-Academy", bisher in Gleisdorf, werde ebenfalls in Lebring angesiedelt. Das europaweite Headquarter der Neuroth-Gruppe bleibe aber weiterhin in Graz.

Am bisherigen Produktionsstandort in Schwarzau entsteht übrigens eine Pflegeeinrichtung für Senioren. "Nachhaltigkeit war uns als Unternehmerfamilie schon immer wichtig. Daher haben wir uns sehr um eine langfristige Nachfolgelösung in Schwarzau bemüht, da wir dem Ort natürlich besonders verbunden sind ", sagte Gregor Schinko, Neuroth-Aufsichtsratsvorsitzender und Mitglied der Eigentümerfamilie.

"Ich bin immer sehr stolz, wenn ein steirisches Traditions- und Familienunternehmen wie Neuroth wächst und damit Arbeitsplätze in unserem Land schafft. Damit unsere Wirtschaft wieder in Schwung kommt, ist gerade jetzt eine Investition in den heimischen Standort wichtiger denn je. Medizintechnikunternehmen wie Neuroth stimmen mich zuversichtlich, dass wir in der Steiermark unabhängiger vom Weltmarkt werden und gestärkt aus dieser Krise kommen", sagte Schützenhöfer.

(APA)

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