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Neun Tote bei mutmaßlichem IS-Angriff im Irak

Bei einem Angriff mutmaßlicher Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak sind Samstagabend neun Menschen getötet worden. Bei den Opfern handle es sich um sechs Sicherheitskräfte und drei Zivilisten, teilte ein örtlicher Behördenvertreter mit. Nach Angaben aus Polizeikreisen explodierte rund 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad eine Bombe am Straßenrand, als ein mit Zivilisten besetztes Auto vorbeifuhr.

Als Polizisten und Mitglieder einer regierungsnahen paramilitärischen Einheit den Insassen zu Hilfe kommen wollten, seien sie von IS-Mitgliedern aus einem Hinterhalt angegriffen worden. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Der Bürgermeister der Ortschaft Suija, Mohammed Sidane, und ein Vertreter der Polizei machten jedoch den IS verantwortlich.

Der IS hatte im Jahr 2014 etwa ein Drittel des irakischen Staatsgebiets erobert, wurde aber in den folgenden Jahren von einer US-geführten Militärkoalition fast vollständig zurückgedrängt. 2017 rief die irakische Regierung den "Sieg" über den IS aus. In diesem Jahr reduzierte die internationale Militärkoalition ihre Präsenz im Irak deutlich. Der IS verfügt aber weiter über Untergrundzellen, die Angriffe verüben.

(APA/ag.)

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