Neues ORF-Zentrum: Vorarlberger Büros im Architektur-Wettbewerb?

15 Architekturbüros nehmen am Wettbewerb zum neuen Newscenter teil.
15 Architekturbüros nehmen am Wettbewerb zum neuen Newscenter teil. ©APA/Georg Hochmuth
Schwarzach, Wien. 15 Architekturbüros wurden vor der jüngsten Stiftungsratssitzung des ORF Anfang Juli für den Umbau des ORF-Zentrums ausgewählt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hält der ORF die Namen der Beteiligten unter Verschluss. Doch nach ersten Recherchen nehmen offenbar auch zwei Vorarlberger Büros am Wettbewerb teil.

Die Architekten haben bis Oktober Zeit einen Entwurf vorzulegen. Wer den Zuschlag für den rund 300 Mio. Euro Bau erhält, dessen Herzstück ein trimedialer Newsroom werden soll, entscheidet eine Jury unter dem Vorarlberger Architekten Dietmar Eberle gemeinsam mit dem ORF.

15 Architekturbüros nehmen teil

Unter den potenziellen Kandidaten, die den gemeinsamen Standort aller Wiener ORF-Studios und Büros entwerfen sollen, befinden sich sowohl heimische wie internationale Vertreter sowie große und kleinere Büros. Der ORF verweist weiterhin auf die Anonymität des Wettbewerbs. Bereits am Dienstag waren Vertreter der 15 Teams vor Ort und besichtigten gemeinsam das Terrain für das neue Newscenter zwischen Haupttrakt und Showhalle.

Erste Bestätigungen

Der österreichische Architekt Dietmar Feichtinger bestätigte der APA bereits, dass er beim Hearing der Kandidaten dabei war. “Was gewollt ist, ist ein gutes Projekt”, die Voraussetzungen ließen “viele Möglichkeiten” offen, so Feichtinger. Er ist für die Brücke zwischen dem Mont Saint-Michel und dem französischen Festland bekannt. Weitere Arbeiten sind die Donau-Universität Krems und die Pariser Fußgängerbrücke Passerelle Simone de Beauvoir.

Auch das Büro Ortner & Ortner mit Sitz in Wien bestätigte auf Anfrage von
derStandard.at
die Teilnahme am Wettbewerb. Sie bauten etwa das ARD-Hauptstadtstudio in Berlin sowie das Museum Leopold und die Kunsthalle Wien.

Nach weiteren Recherchen von derStandard.at nehmen folgende weitere Büros aus Österreich am Wettbewerb teil: Coop Himmelb(l)au (Wien), NMBP Architekten (Wien), Riegler Riewe (Graz), Querkraft (Wien) und Riepl Kaufmann Bammer (Wien) teil.

Vorarlberger Architekturbüros

Mit Marte.Marte und Dietrich/Untertrifaller werden auch zwei Vorarlberger Architekturbüros in der Liste des österreichischen Newsportals genannt.

Marte.Marte entwarfen etwa das Sonderpädagogische Zentrum Dornbirn und die Pathologie am Landeskrankenhaus Feldkirch. Auf Anfrage von VOL.AT hielt sich auch Stefan Marte bedeckt, zeigte sich aber sehr begeistert von dem “ambitionierten Projekt” und der hochkarätigen Besetzung der Jury unter Dietmar Eberle.

marte-marte.com
marte-marte.com ©Die Pathologie am LKH Feldkirch und das Sonderpädagogische Zentrum. Foto: marte-marte.com

 

Auch das Büro Dietrich/Untertrifaller mit Sitz in Bregenz und Wien, das unter anderem das Medizinische Zentrum Appenzell und den Omicron Campus in Klaus gestaltete, ist laut
Standard
-Liste beim Wettbewerb dabei.

Beeindruckende Konkurrenz

Auch die teilnehmenden internationalen Büros konnten bereits mit beeindruckenden Gebäuden auftrumpfen. Ole Scheeren (Peking), der die Zentrale des chinesischen Staatsfernsehens entworfen hat, Dominique Perrault (Paris), der die DC Tower in Wien baute sowie Snøhetta (Oslo), HPP Hentrich-Petschnigg & Partner (Düsseldorf), Kuehn Malvezzi (Berlin) und Lin (Berlin).

(APA/red)

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