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Neues Konzept für leistbares Wohnen in Hohenems

Bürgermeister Dieter Egger bei der heutigen Präsentation
Bürgermeister Dieter Egger bei der heutigen Präsentation ©Stadt Hohenems
Stadt Hohenems lanciert Pilot- und Vorzeigeprojekt für leistbares Wohnen. Auf dem Grundstück der Miller-Aichholz-Gründe entstehen kleinparzellierte Grundstücke für junge Familien. Diese werden über ein niedrigverzinstes Baurecht langfristig zur Verfügung gestellt und können am Ende der Laufzeit zu einem definierten Restwert erworben werden.
Pilotprojekt: Wohnen für Familien im Aichholz in Hohenems

An eigenen, leistbaren Wohnraum zu kommen - das wird in Vorarlberg immer schwieriger. Auch in Hohenems. Die Stadt hat daher am Mittwoch im Rathaus ein völlig neues Wohnkonzept vorgestellt. Dieses zielt darauf ab, dass sich die Bürger - trotz der aktuell am Markt bestehenden Miet- und Kaufpreise - wieder Wohnungen leisten können. Primär spricht das Pilot- und Vorzeigeprojekt, welches laut der Stadt Hohenems vorarlbergweit Schule machen könnte, junge Familien an.

Kleinparzellierte Grundstücke

"Unser Projekt sieht vor, auf dem Grundstück der Miller-Aichholz-Gründe, zentral im Herrenried gelegen, kleinparzellierte Grundstücke zu schaffen, die wir jungen Hohenemser Familien über ein niedrigverzinstes Baurecht langfristig zur Verfügung stellen, und das sie am Ende der Laufzeit zu einem definierten Restwert erwerben können. Damit sollen die Grundkosten bei der Finanzierung der Eigenheimbildung keine wesentliche Rolle spielen", hieß es seitens der Stadtvertreter in Hohenems.

"Mit dieser Vorgangsweise wird sichergestellt, dass Familien unabhängig von ihrer Einkommenssituation die Chance auf ein leistbares Grundstück bekommen."

Ein-, Zwei- oder Generationenhäuser

Die Grundstücke können mit Ein-, Zwei- oder Generationenhäusern bebaut werden und es soll eine verdichtete Siedlungsstruktur entstehen, die trotzdem Qualität und Freiräume bietet. Damit ein harmonisches Stadtbild entsteht, wird es eine Bebauungrichtlinie geben, die den Rahmen für die jeweilige Bebauung vorgibt. ‚Vielfalt in einer Einheit‘ lautet das Motto. Zudem soll der motorisierte Verkehr im Wohnareal auf ein Minimum reduziert. Es gibt auch Vorgaben in puncto Ökologie und Energieeffizienz.


Skizze: Stadt Hohenems

So werden die Gründstücke vergeben

Die Vergabe der Grundstücke wird nach einem Kriterienkatalog erfolgen, der sich an Parametern wie Alter, Wohnbedarf, Einkommen und Vermögen orientiert. Familien, die ein Baurecht erwerben, werden über ein Auswahlverfahren nominiert. Um Baulandhortung zu vermeiden, müssen die Grundstücke innerhalb einer kurzen Frist bebaut und selbst bewohnt werden“, stellt Bürgermeister Dieter Egger klar.

Aufwertung des Stadtteils Herrenried

Der Stadtteil Herrenried erfährt durch diese neue Art der Bebauung eine besondere Aufwertung, indem auf geringer Fläche eine optimale Durchmischung baulicher und sozialer Strukturen entsteht.

Egger streicht zudem hervor, dass es Pläne in dieser Form in Vorarlberg noch nicht gibt. Er spricht von einem neuartigen Konzept auf einem städtischen Grundstück, "welches sicherlich auch für andere Kommunen nachahmenswert ist. Mit diesem Projekt haben wir auch gezeigt, dass verdichtete Bauweise nicht nur ‚in die Höhe‘ gehen muss, sondern auch in der Fläche funktioniert. Zudem entstehen bei diesem Projekt durch öffentliche Gemeinschaftsflächen, wie beispielsweise Gemeinschaftsgärten und Freiräume, Orte der Begegnung, die eine gute Nachbarschaft fördern."

Egger fordert: „Land sollte Bodenfonds einrichten“

Bürgermeister Dieger Egger - Foto: Stadt Hohenems

Die Zinslage auf dem Finanzmarkt führe zu einer Fluchtbewegung in den spekulativen Immobilienmarkt und verursache die hohen Grundstückspreise. Der Marktmechanismus versage, so Egger, zu einem guten Teil, sodass die öffentliche Hand lenkend eingreifen müsse.

"Voraussetzung für die Umsetzung derartiger Projekte ist, dass die öffentliche Hand stärker in den Besitz von Grundstücken kommt und diese dann für derartige Projekte zur Verfügung stellt. Viele Gemeinden sind nicht in der Lage, Grundstücke zu erwerben, sodass es höchst an der Zeit wäre, dass die Vorarlberger Landesregierung den schon vielfach geforderten Bodenfonds endlich einrichtet und aktiver wird", fordert Egger und meint:

"Wenn Spekulationen die Grundstückspreise künstlich in die Höhe treiben, müssen wir dem mit innovativen Konzepten und öffentlichen Angeboten entgegenwirken."

Neue Konzepte entwickeln, um Wohnraum zu schaffen

„Wohnen ist ein Grundrecht und es ist unsere Aufgabe, alles zu tun, dass auch junge Familien eine Chance auf leistbaren Wohnraum haben. Für viele junge Familien ist die Wohnraumschaffung in Vorarlberg nicht mehr leistbar. Eine entscheidende Ursache sind die hohen Grundstückspreise im Ländle."

"Die Wohnbauförderung und die Schaffung zusätzlicher gemeinnütziger Wohnungen sind sicherlich wichtige Instrumente, die helfen, leistbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Wir müssen aber auch neue Konzepte entwickeln, die es jungen Familien ermöglichen, Wohnraum zu schaffen, bei dem auch die Eigentumsbildung am Ende des Tages möglich ist."

Das gesamte Projekt befindet sich derzeit noch in der Konzeptphase. Nun soll umgehend die detaillierte Gesamtplanung folgen.

(Red.)

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