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Neues Foto zeigt Maddie kurz vor Verschwinden

Portugal - Drei Wochen nach ihrem mysteriösen Verschwinden haben die Eltern der kleinen Maddie das letzte Foto von ihrer inzwischen vierjährigen Tochter veröffentlicht.

Die Aufnahme vom 3. Mai zeigt die Kleine mit weißem Sonnenhut, wie sie fröhlich lächelnd mit ihrem Vater Gerry McCann und ihrer zweijährigen Schwester Amelie am Swimming-Pool der portugiesischen Ferienanlage sitzt – sieben Stunden später ist Maddie spurlos verschwunden.

Maddies Mutter Kate hatte das Foto mit ihrer Digitalkamera geschossen. Die Eltern entschlossen sich nach britischen Zeitungsberichten vom Freitag zu seiner Veröffentlichung aus Angst, das Schicksal ihrer Kleinen könne in Vergessenheit geraten.

Wie „Daily Mirror“ und „The Sun“ unter Berufung auf enge Freunde der McCanns berichteten, sind die Eltern frustriert über den zähen Fortgang der Ermittlungen. Sie nähmen es nur zähneknirschend hin, dass das portugiesische Gesetz der Polizei verbietet, sie über den Fortgang der Ermittlungen zu informieren.

„Sie wollen mithelfen. Laufend denken sie darüber nach, wie sie die Dinge selbst vorantreiben können. Sie haben das Gefühl, dass einige Prozesse einfach lange dauern und sie über die Entwicklungen nicht informiert werden“, sagte ein enger Vertrauter dem „Mirror“. Nach seinen Angaben ist auch die britische Polizei nicht völlig im Bild über den Stand der Ermittlungen in Portugal.

Weltweit gingen die Hilfsaktionen zu Gunsten von Maddie weiter. Anlässlich des Internationalen Tags der vermissten Kinder wurde der Londoner Marble Arch in der Nacht zum Freitag mit einem gigantischen Dia von Maddie angestrahlt. Nach Informationen von „Mirror“ gibt es derzeit Gespräche mit Warner Bros. über die Ausstrahlung eines Films über Maddie in den Kinos des US-Unternehmens. Laut „Sun“ und „Mirror“ planen die Eltern eine Tour durch Europa, um über die Suche nach ihrer kleinen Tochter zu berichten. Ein unbekannter Helfer soll ihnen dafür seinen Privatjet zur Verfügung gestellt haben.

Die „Sun“ berichtete unterdessen über den Fall einer portugiesischen Familie, deren kleine Tochter vor einem halben Jahr unweit der Ferienanlage an der Algarve-Küste beinahe verschleppt worden war. Mit ihren blonden Haaren und blauen Augen sehe ihre Tochter Carolina dem vermissten britischen Mädchen frappierend ähnlich, sagte Lina Santos dem Blatt. Die 28-Jährige und ihr Mann betreiben in dem Algarve-Städtchen Silves – rund eine halbe Stunde Fahrtzeit von der Ferienanlage in Praia de Luz entfernt – ein Café.

Dort hätten sie am ersten Weihnachtstag gearbeitet, als sie plötzlich gesehen hätten, wie ihre damals dreijährige Tochter mit einem fremden Mann weggegangen sei. „Wir sind schreiend losgerannt. Carolina lief zu uns, der Mann verschwand. Sie erzählte uns, er wollte, dass sie mitkommt, weil er ein anderes kleines Mädchen zum Spielen für sie hätte“. Die Eltern meldeten die versuchte Entführung der Polizei. Voller Entsetzen mussten sie nach eigenen Angaben dann vor wenigen Tagen miterleben, wie ein betrunkener Kunde in ihrem Cafe erneut mit der Entführung der Kleinen drohte.

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