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Neues finden, den Wert des Eigenen erkennen

Ummendorf in Sachsen-Anhalt erhält den Europäischen Dorferneuerungspreis 2004. Das gaben der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll als Vorsitzender der ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber und der Juryvorsitzende, Professor Matthias Reichenbach-Klinke von der TU München, heute, Donnerstag, im Großen Walsertal bekannt.

32 Gemeinden aus ebenso vielen europäischen Ländern bzw. Regionen versuchten dem Wettbewerbsmotto “Aufbruch zur Einzigartigkeit” bestmöglich gerecht zu werden. Am besten sah die Jury diesen Gedanken in Ummendorf verwirklicht. Der Ort, mit seinen 1.000 Einwohnern knapp zehn Kilometer von der ehemaligen innerdeutschen Grenze entfernt gelegen, hat nach der Grenzöffnung ein Dorferneuerungsprogramm umgesetzt, das über viele aufeinander abgestimmte Maßnahmen in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen zu sozioökonomischer Stabilität und kulturellem Aufschwung geführt hat. Auf den Plätzen landeten das Steirische Vulkanland und die luxemburgische Gemeinde Heinerscheid.

LH Sausgruber hob die europäische Ausrichtung des Wettbewerbes hervor, durch die auch grenzüberschreitende Kontakte im “Europa der Regionen” gefördert werden. Darüber hinaus erleichtere die Auseinandersetzung mit den Lösungsansätzen Anderer die Beurteilung, was im Spannungsfeld von Kontinuität und Veränderung für den eigenen Lebensraum “sinnvoll” ist. Sausgruber: “Der Blick über die Grenze dient nicht nur dazu, Neues zu finden, sondern auch um zu erkennen, was der Wert des Eigenen ist.”

Das Land Vorarlberg engagiere sich seit jeher als Partner der Gemeinden, nicht nur durch finanzielle Unterstützung, sondern auch in zahlreichen Initiativen der Gemeinde- und Regionalentwicklung. Sausgruber verwies insbesondere auf die Projekte “Lebenswert leben”, das Entwicklungskonzept Klostertal sowie “Unternehmen:V”.

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