Neues Angebot für Senioren

Hard - Eine deutliche Erleichterung im Umgang mit Ämtern und Anträgen bietet älteren Menschen die mobile Seniorenberatung.

Die diplomierte Sozialarbeiterin Edith Ploss besucht Senioren auf Wunsch zuhause und bringt ihr mobiles Büro gleich mit. Dort verwahrt sie alle relevanten Anträge und Informationen etwa zu Pflegegeld, GIS-Befreiung oder verschiedene Entlastungsangebote für ältere Menschen im Land. Seit eineinhalb Jahren nutzt die Marktgemeinde Lauterach ihr Angebot mit dem Pilotprojekt „Beratungsscheck” – mit großem Erfolg.

Für ältere Menschen und pflegende Angehörige gibt es in Österreich und Vorarlberg eine Fülle von Angeboten. Den Überblick über diese Vielfalt zu behalten, ist da oft nicht einfach. „Wenn ich nicht weiß, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt, kann ich auch nicht danach fragen”, bringt Edith Ploss von der mobilen Seniorenberatung das Problem auf den Punkt.

Ihr Anliegen ist es deshalb, ältere Menschen möglichst unkompliziert zu beraten, welche Unterstützungsmöglichkeiten ihnen zustehen und welche Angebote sie nutzen können. Dabei kommt die diplomierte Sozialarbeiterin zu den Betroffenen nach Hause und bringt eine Fülle von Anträgen und Informationen in ihrem mobilen Büro gleich mit. Das Angebot reicht von Anträgen auf Pflegegeld und Behindertenpass bis hin zu Informationen über Rufhilfe, soziale Angebote vor Ort oder Essen auf Rädern.

„Hilf mir, wonach ich fragen soll”
Lange Wege zu Ämtern und Informationsstellen gehören damit der Vergangenheit an. „Viele Senioren sind ja auch nicht mehr so mobil und wissen oft nicht, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt und wo sie welchen Antrag holen müssen. Das wird dann rasch zum Spießrutenlauf”, berichtet Ploss. In 98 Prozent der Fälle füllt sie Anträge etwa auf Pflegegeld, Rezeptgebührenbefreiung oder GIS-Befreiung gleich vor Ort gemeinsam mit dem Klienten aus. Eventuell auftretende Fragen an Ämter klärt Ploss sofort mit ihrem Handy.

Ploss hat aber auch sehr gute Kontakte zu Krankenflegevereinen und den mobilen Hilfsdiensten und vermittelt im Bedarfsfall an diese Stellen. Oder besorgt ein Urlaubsbett, damit pflegende Angehörige sich beruhigt eine Pause gönnen können. Bei der Beratung hat die Inhaberin der mobilen Seniorenberatung gerne auch Angehörige mit dabei. „Das garantiert, dass an alles gedacht wird”, so Ploss.

Einzigartiges Pilotprojekt in Lauterach
Seit eineinhalb Jahren arbeitet die mobile Seniorenberatung in einem in Vorarlbeg einzigartigen Pilotprojekt für die Marktgemeinde Lauterach. Das Projekt „Mobile Seniorenberatung – Beratungsscheck” wurde von Gemeinderätin Barbara Draxler mitinitiiert. Mit dem Beratungsscheck können sich Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde bis zu zwei Stunden lang kostenlos von der mobilen Seniorenberatung informieren und beraten lassen. Ausgegeben wird der Scheck von der Gemeinde, den Hausärzten, dem Krankenpflegeverein und den Mobilen Hilfsdiensten.

„Die Resonanz der beratenen Frauen und Männer ist fast zu 100 Prozent positiv”, berichtet Gemeinderätin Barbara Draxler, die das Projekt erst kürzlich evaluiert hat. „Alle sind überzeugt, dass ihnen die Beratung viel gebracht hat und wünschen sich eine Weiterführung des Projekts”, erzählt Draxler.

Insgesamt 68 Personen hat Edith Ploss im Rahmen des Projektes in 18 Monaten beraten. „Ich war sehr überrascht, wie Frau Ploss mit Hilfe ihres Mobiltelefons und vor allem ihrer Freundlichkeit auf den Ämtern so vieles und so schnell erledigen konnte”, formuliert die Lauteracherin Berta Maichen ihre Erfahrungen mit der mobilen Seniorenberatung. „Durch ihre Intervention wurde ich trotz nicht abgeschlossenem Pensionsverfahren sofort krankenversichert.

Das Pilotprojekt in Lauterach wird je zur Hälfte von der Marktgemeinde Lauterach und von Land Vorarlberg finanziert.

Information:http://www.mobile-seniorenberatung.at/

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