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Neuer Wirbel um den Blauen Platz

Lustenau - Die Fahrbahn-Sanierung am Lustenauer Kirchplatz sorgt für massive Proteste. Viele Passanten klagen über eine ätzende Geruchsbelästigung. Blauer Platz [.pdf - 160KB]

„Das ist eine absolute Frechheit“, ruft uns eine Radfahrerin entgegen. Sie fährt gerade über die frisch sanierte Fahrbahn beim Blauen Platz in Lustenau. „Die Farbe stinkt gewaltig und der Asphalt ist total uneben“, schimpft sie. Sie ist nicht die einzige, die beim „VN“-Lokalaugenschein ihren Unmut kundtut. Bei der Fronleichnamprozession am Donnerstag wäre ihr fast schwindelig geworden, klagt eine andere Frau: „Dieser stechende Gestank war kaum auszuhalten.“

Auch im „VN“-Bürgerforum gehen die Wogen hoch. „Mich würde interessieren, wieviel Chemie da verwendet wurde, da es nach Wochen noch immer ätzend nach Nitro riecht“, ärgert sich Marlene Warenitsch. Manuela Lang ist nicht nur die Geruchsbelästigung ein Dorn im Auge: „Die Straße ist, erstens, nicht flächendeckend blau und zweitens hat sie jetzt ein ‘tolles’ gestreiftes Muster. Man sieht jede Malbahn, die aufgetragen worden ist.“

Diese knapp 60 Zentimeter breiten Bahnen – so genannter Spritznebel – seien in spätestens zwei bis drei Wochen verschwunden, suchte die mit der Sanierung betraute Firma gestern Entwarnung zu geben. Auch die Geruchsbelästigung habe sich im üblichen Rahmen bewegt. Und der grobe Belag? „Der wurde extra so gewünscht.“

„Stimmt“, bestätigt Bürgermeister Hans-Dieter Grabher, „aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der daraus resultierende massiven Belastung kam nur dieser Belag in Frage.“

Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde nicht nur die Fahrbahn neu gemalt. Am Anfang und Ende des Blauen Platz sind nun zwei Meter breite gelbe Bodenmarkierungen. Auf einen Zebrastreifen bei der „Nordeinfahrt“ wurde verzichtet. „Aus sicherheitstechnischen Gründen“, wie Grabher erklärt.

Der 1998 für umgerechnet 1,8 Millionen Euro zum „Blauen Platz“ umgestaltete Kirchplatz musste bereits 2001 generalsaniert werden. Der Belag war übersät von Rissen. Kostenpunkt: rund 250.000 Euro. Und wie teuer kommt die jetzige Sanierung? Er habe noch keine konkreten Zahlen, sagt der Lustenauer Ortschef, „ich bin mir nicht sicher, ob die Kosten diesmal überhaupt 1000 Euro betragen“.

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