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Neuer Standort für Altstoffsammelinsel

Bei der Bahnunterführung soll die neue Sammelstelle errichtet werden
Bei der Bahnunterführung soll die neue Sammelstelle errichtet werden ©fst
Anliegen im Bürgerforum konnte Rechnung getragen werden.

BREGENZ. (fst) Bitter beschwert hatte sich Bruno Wüstner im neuen Bürgerforum darüber, dass die Wertstoffsammelinsel am Haldenweg in Bregenz bei der Einfahrt zur Riedenburg aufgelassen und rund 200 Meter weiter, ebenfalls am Haldenweg, als Ergänzung zum bestehenden Grünschnittcontainer neu errichtet werden soll. Er mutmaßt, dass die Bewohner des neuen Wohnblocks direkt neben der Sammelstelle gegen diese interveniert hätten. „Die Stadt übersieht dabei, dass die gegenüberliegenden Einfamilienhäuser zum Handkuss kämen! Die Wünsche der einen werden berücksichtigt, die anderen frägt man gleich gar nicht“, schreibt er und ergänzt: „Das finde ich unfair.“

Stadt Bregenz reagiert

Von Intervention kann keine Rede sein, heißt es vonseiten der Stadt. Die Ursache für die geplante Verlegung ist in der Nid­eggegasse zu finden. Dort muss die auf einem privaten Grundstück errichtete Sammelstelle auf Betreiben des Grundbesitzers abgesiedelt werden. Offensichtlich gab es einige Unbelehrbare, die auch noch später am Abend ihre Wertstoffe entsorgt haben und das ist – vor allem bei Glas – mit Lärm verbunden.

Besseren Standort gefunden

„Damit wäre eine Erweiterung der Sammelstelle am Haldenweg notwendig geworden und dafür fehlt es am bisherigen Standort ganz einfach am notwendigen Platz“, klärt Baudirektor DI Dr. Bernhard Fink auf. Er räumt ein, dass eine Verlegung auf jenen Platz geplant hat, wo heute schon ein Grünmüllcontainer steht. „Da die Anrainer an dieser Stelle keine Freude mit der Verlegung hatten, haben wir nach einem besser geeigneten Standort Ausschau gehalten.“ Und dieser wurde am anderen Ende des Haldenwegs, bei der Bahnüberführung gefunden, abseits von Wohnhäusern. „Dieser neue Standort kommt auch und insbesondere Bruno Wüstner, dem ‚Vater‘ der Sammelstellen, zugute.

Sie ist von ihm zu Hause umweltfreundlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut erreichbar“, ergänzt Bernhard Fink und erinnert daran, dass es Bruno Wüstner war, der vor 26 Jahren die ersten Sammelstellen in der Landeshauptstadt errichten ließ, damit Altstoffe, wie Papier, Kunststoff, Glas oder Metall wieder in die Produktionskreislauf eingebracht werden können. „Bruno Wüstner war in Österreich ein Pionier auf diesem Gebiet. Damals wurden 40 Plätze mit Altstoff-Containern eingerichtet. Heute haben wir 80 Wertstoffsammelzentren über die ganze Stadt verstreut und sind damit Wertstoffsammelmeister in Vorarlberg“, vermerkt er nicht ohne Stolz. Mit dem Beschluss im Stadtrat, die Sammelstelle an das westlichen Ende des Haldenweges bei der Bahnunterführung zu verlegen, konnte dem Anliegen im Bürgerforum Rechnung getragen werden.

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