Neuer Stadtamtsdirektor: Bregenzer ÖVP tobt

Volkspartei übt scharfe Kritik an der Personalpolitik
Volkspartei übt scharfe Kritik an der Personalpolitik ©VOL.AT | Bregenzer Volkspartei
Die Bregenzer Volkspartei übt scharfe Kritik an der Personalpolitik von Bürgermeister Michael Ritsch.

Der noch amtierende Vorarlberger Landesvolksanwalt Florian Bachmayr-Heyda wird neuer Stadtamtsdirektor der Landeshauptstadt Bregenz. Bachmayr-Heyda konnte sich laut Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ) in einem Auswahlverfahren nach der öffentlichen Ausschreibung gegenüber elf weiteren Kandidatinnen und Kandidaten durchsetzen.

Die Entscheidung von Ritsch, sich vom noch amtierenden Stadtamtsdirektor Klaus Feurstein zu trennen, hat in den vergangenen Wochen bekanntlich viel Staub aufgewirbelt. Immerhin hat sich Feurstein nach übereinstimmenden Informationen im Rahmen seiner Funktion als Stadtamtsdirektor nichts zu Schulden kommen lassen. Brisant: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt soll es noch keine einvernehmliche und unterzeichnete Lösung mit Klaus Feurstein geben.

Massive Kritik der Bregenzer ÖVP

Die Bregenzer ÖVP schießt sich in dem Zusammenhang einmal mehr auf die Vorgehensweise von Michael Ritsch ein. "Hier ist reine Willkür am Werk", so Stadträtin Veronika Marte. Mit der heutigen Präsentation des neuen Stadtamtsdirektors gehe die hanebüchene Personalpolitik in die nächste Runde. "Es fängt schon damit an, dass diese Stelle grundsätzlich nicht budgetiert ist. Ein verdienter und bewährter Stadtamtsdirektor, der sich absolut nichts zu Schulden hat kommen lassen, muss seinen Hut nehmen. Dieses Vorgehen lässt vermuten, dass hier keine fachlichen Gründe, sondern ausschließlich persönliche Befindlichkeiten ausschlaggebend sind." Das sei intransparent, verantwortungslos und in hohem Maße unprofessionell. 

Die Frage nach einer Lösung mit dem scheidenden Stadtamtsdirektor stelle sich nach wie vor. "Immerhin reden wir hier von angeblich fast einer halben Million Euro, bei der Ritsch kein Wort darüber verliert, wie dieses Loch im Budget gestopft werden soll", so Veronika Marte.

NEOS fordern Rückkehr zur Sachlichkeit

Die NEOS sehen mit der Durchführung einer Ausschreibung und des Hearings ihrer Forderungen erfüllt. Die Bregenzer NEOS wünschen sich in der Causa Stadtamtsdirektor nun eine Rückkehr zur Sachlichkeit und sehen mit Bachmayr-Heyda eine gute Besetzung.

Zu klären seien allerdings noch die offenen Punkte, welche sich durch diese Neubesetzung ergeben: „Die Nachbesetzung ist grundsätzlich nicht budgetiert und es wird auch noch die offene Fragen zu beantworten sein, was der Abgang des bisherigen Stadtamtsdirektors die Steuerzahler am Ende kosten wird“, so die beiden NEOS-Stadtvertreter Alexander Moosbrugger und Michael Sagmeister.

Auer bedaurt Rückzug

Manuela Auer, die Vorsitzende des Volksanwaltausschusses, bedauert den angekündigten Rückzug des amtierenden Landesvolksanwaltes Florian Bachmayr-Heyda. Als Abgeordnete einer Oppositionspartei sowie als Bürgerin habe sie sich durch ihn immer hervorragend informiert und auch vertreten gesehen, so die Sozialdemokratin.

(Quelle: wirtschaftspresseagentur.com | red)

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