Neuer Rekord: 14.416 Neuinfektionen in Österreich

Sieben-Tage-Inzidenz weit über 900
Sieben-Tage-Inzidenz weit über 900 ©APA/THEMENBILD
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat am Mittwoch in Österreich einen neuen Rekordwert erreicht. Innerhalb eines Tages sind 14.416 Neuansteckungen hinzugekommen, so viel wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Das liegt weit über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage mit 12.164 Fällen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg ebenfalls kräftig an auf 953,2 Fälle pro 100.000 Einwohner. Am Vortag lag sie noch bei 919,4. Seit Dienstag sind 41 weitere Todesopfer zu beklagen.

Den stärksten Anstieg gab es erneut im Bundesland Oberösterreich, wo ein Rekordwert von 4.423 Neuinfektionen sowie fünf Todesopfer innerhalb eines Tages gemeldet wurden. Ein Blick auf das Dashboard des Landes zeigt, dass mittlerweile vier Bezirke - Rohrbach, Braunau, Vöcklabruck und mit 2.259,8 als Spitzenreiter Schärding - eine Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 2.000 erreicht haben. Auf den Intensivstationen der oö. Spitäler wurden am Mittwoch 106 Patienten (plus neun) behandelt, auf Normalstationen waren es 539 Corona-Infizierte (plus 26). Die jüngste Intensivpatientin ist ein 15 Monate altes Mädchen, auch aus der Altersgruppe der 15- bis 18-Jährigen gibt es einen Intensiv-Fall. Der Großteil ist der Altersgruppe zwischen 45 und 74 zuzuordnen, Intensivpatienten über 85 gibt es nicht. Das liegt laut Oö. Gesundheitsholding daran, dass in dieser Altersgruppe sehr viele bereits ein drittes Mal geimpft und damit relativ gut vor schweren Verläufen geschützt seien.

Bei den Neuansteckungen folgt nach Oberösterreich Niederösterreich mit 2.294 Fällen innerhalb von 24 Stunden. In der Steiermark gab es 1.966 Fälle, in Wien 1.934, in Tirol 1.094, in Salzburg 1.067, in Kärnten 786, in Vorarlberg 646 und im Burgenland 206. Das spiegelt sich auch in den Sieben-Tage-Inzidenzen wider, wo die Neuinfektionen einer ganzen Woche pro 100.000 Einwohner aufgerechnet werden. Da liegt derzeit Salzburg an erster Stelle mit einem Wert von 1.612,1, wo die Salzburger Landeskliniken (SALK) bereits jetzt völlig überlastet sind. Danach kommt Oberösterreich mit 1.530,9. Weiters folgen Tirol (1.015,8), Vorarlberg (1.009,4), Kärnten (968,2), Niederösterreich (908), die Steiermark (719,4) und das Burgenland (637,5). Die niedrigste Inzidenz hat weiterhin Wien mit 510,3, wo viel früher mit strengeren Maßnahmen begonnen wurde.

Mittlerweile laborieren laut Gesundheits- und Innenministerium 126.149 Menschen aktiv an einer Infektion. Das sind fast 7.000 Fälle - exakt 6.978 - mehr als am Tag zuvor. Kritisch angestiegen ist auch der Wert jener Infizierten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Im Spital liegen derzeit 2.723 Patientinnen und Patienten mit Covid-19, das sind um 155 mehr als am Dienstag. 486 Menschen müssen mittlerweile intensivmedizinisch behandelt werden. Das sind innerhalb eines Tages um 28 und innerhalb einer Woche um 73 mehr.

Wieder sind viele Menschen an oder mit Covid-19 gestorben - innerhalb eines Tages waren es 41 und im Sieben-Tage-Schnitt 39. In den vergangenen sieben Tagen wurden 271 Todesfälle registriert. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit dem Ausbruch 11.848 Menschenleben in Österreich gefordert. Pro 100.000 Einwohner sind seit Beginn der Pandemie 132,6 Menschen an oder mit Corona gestorben.

Die Positiv-Rate der PCR-Tests beträgt 3,1 Prozent. Es werden in Österreich aber auch wieder mehr Tests gemacht. Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 875.690 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet, tags zuvor waren es noch 722.050. Von den 875.690 waren mehr als die Hälfte - nämlich 468.810 - aussagekräftige PCR-Tests. Seit Beginn der Pandemie sind in Österreich mehr als 132 Millionen Tests gemacht worden.

Am höchsten ist die Durchimpfungsrate (vollständig geimpft) mit Stand Dienstag weiterhin im Burgenland mit 72,1 Prozent. In Niederösterreich sind 68,1 Prozent der Bevölkerung geimpft und in der Steiermark 65,7 Prozent. Nach Wien (64,7), Vorarlberg (63,1), Tirol (64,2), Kärnten (62,1) und Salzburg (61,8) bildet Oberösterreich das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 60,7 Prozent.

58.546 Impfungen sind am Dienstag durchgeführt worden. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 6.151.739 Personen zumindest eine Impfung erhalten. Das sind 68,9 Prozent der Bevölkerung. 5.849.755 Menschen und somit 65,5 Prozent der Österreicher sind vollständig geimpft.

Auch wenn die Impfzahlen in Oberösterreich noch Luft nach oben haben, ist der Anteil jener, die dort einen Erststich erhalten haben, auf mittlerweile 64,6 Prozent gestiegen. Damit erreicht dieser Wert annähernd jene in Salzburg, wo 65,1 Prozent, oder in Kärnten und Vorarlberg, wo je 65,8 Prozent der Bevölkerung zum ersten Mal geimpft ist.

Am Dienstag haben 57.780 Menschen den Drittstich erhalten. Insgesamt sind 841.065 Österreicher zum dritten Mal geimpft, das sind 9,4 Prozent der Bevölkerung. 12.422.280 Impfungen wurden mittlerweile verabreicht. Dabei werden die "Booster"-Impfungen hinzugerechnet.

Seit die Krankheit in Österreich ausgebrochen ist, hat es 996.320 bestätigte Fälle gegeben. 858.323 Menschen haben sich von einer SARS-CoV-2-Infektion wieder erholt.

(APA)

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