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Neuer Raum für Unternehmen

Südlich des Millennium Parks entsteht ein neues Betriebsgebiet.
Südlich des Millennium Parks entsteht ein neues Betriebsgebiet. ©Marcel Hagen
Lustenau. Mit dem Millennium Park und Industrie Nord hat sich Lustenau zu einem gefragten Unter­nehmensstandort im Herzen Europas entwickelt.

Nun geht die Erfolgsgeschichte in die nächste Runde: Das Betriebsgebiet „Heitere“ zwischen Hohenemser und Dornbirner Straße soll erschlossen werden und weiteren Unternehmen perfekte Infra­struktur bieten. Im Oktober letzten Jahres wurden die Grundeigentümer informiert. „Mit dem Millennium Park haben wir uns natürlich ein gutes Renommee geschaffen“, erklärt Raimund Zirker, der das Projekt von Gemeindeseite koordiniert. Das erleichtere die Verhandlungen mit den Besitzern. Heute, etwa ein Jahr später, sind bereits 20 der insgesamt 55 Liegenschaften erworben, „die meisten anderen Eigentümer stehen dem Ganzen sehr positiv gegen- über“, so Zirker. Ingesamt sind es fast 90 Personen, mit denen verhandelt wird. Laut Konzept der Firma Metron können rund 1250 Arbeitsplätze in diesem neuen Betriebsge­biet geschaffen werden. Die Voraussetzungen am Standort sind ideal: beste Lage mit direkter Verkehrsanbindung an die Hohenemser und Dornbir- ner Straße – und somit an die Autobahn sowie ein etwa 14 Hektar großes, zusammenhängend gewidmetes Gebiet. Dies ermöglicht eine flexible Nutzung der Fläche, so können einzelne Baufeldeinheiten zusammengelegt werden zu einer Größe von bis zu 1,9 Hektar. Außerdem ist eine attraktive Gestaltung vorgesehen: groß­zügige Grünflächen, ausreichend Rad- und Fußwege und eine Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz sollen geschaffen werden. Ein positiver Effekt entsteht außerdem durch die Ver­bindung von Hohenemser und Dornbirner Straße – so ist zu erwarten, dass die Anrainer der Forststraße deutlich entlastet werden.

Betriebe stärken

„Bezüglich der Infrastruktur haben wir natürlich vom Millennium Park gelernt“, erklärt Rai­mund Zirker. „Infrastruktureinrichtungen tun dem Betriebsstandort gut, dafür müssen auch Investoren gewonnen werden.“ „Der Millennium Park ist ein hochwertiger Unternehmensstandort“, erklärt er. „Das war nicht von vornherein so geplant, hat sich aber in der Umsetzungsphase so positiv entwickelt. Die kleinen Betriebe sind dabei jedoch zu kurz gekommen, Lustenauer Handwerksbetriebe bei­spielsweise.“ Und so wundert es nicht, dass sich schon zahlreiche Interessen­ten gemeldet haben und auf der Warteliste stehen. „Auswärtige Unternehmen sind natürlich willkommen, aber wir sehen es als unsere vordringliche Aufgabe, den Lustenauer Betrieben die Möglichkeit der Entwicklung im neuen Betriebsgebiet zu bieten“, sagt Raimund Zirker. „Was wir weniger wollen, sind Betriebe, die große Flächen benötigen, viel Verkehr anziehen und nur wenige Arbeitsplätze bringen.“ Bei der Wahl der Betriebe möchte die Gemeinde flexibel bleiben. „Uns ist es wichtig, Unter­nehmen langfristig bei uns in Lustenau zu halten und für die Jugendlichen Ausbildungsplätze zu schaffen.“ Und das zu günstigen Preisen, da die Grundstücke ohne Gewinn verkauft wer­den. Raimund Zirker: „Wir kaufen die grüne Wiese, erstellen die Entwick­lungskonzepte und sorgen für die notwendige Erschließung des gesamten Gebietes. Das wird alles in den Preis mit eingerechnet, aber es bleibt für die Unternehmen auf jeden Fall erschwinglich.“ Der Gewinn der Gemeinde ergibt sich aus den Steuereinnahmen und den Soft Facts wie Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Es ist eine Win-Win-Situation: erfolgreiche Unter­nehmen schaffen neue Arbeitsplätze und sichern die Zukunft der Gemeinde.

Nachhaltige Lösungen

„Derzeit läuft der Ankauf von Grundstücken, parallel wird bereits die Erschließungsstraße ge­plant. Außerdem wurde die Erstellung eines Berichtes für das Verfahren der Umweltverträg­lichkeitsprüfung in Auftrag gegeben. Dieser sollte bis Weihnachten fertiggestellt sein“, klärt Raimund Zirker über den aktuellen Stand auf. „Im Frühjahr 2010 findet dann die Planungskon­zeption statt, wo es um die Nutzungen geht, um Grünräume und architektonische Vorgaben.“ „Der Name ‚Heitere‘ ist nur der Arbeitstitel, da werden wir uns etwas Neues überlegen“, so Zirker. Er sieht es als realistisch, dass in etwa zwei bis drei Jahren mit dem Bau der ersten Betriebe begonnen wird. „Wir haben keine Eile. Es ist wichtiger, nachhaltige Lösungen zu finden und das Projekt in Ruhe zu entwickeln und umzusetzen.“

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