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Neuer Raiffeisen-Präsident

Der Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes, Dr. Christian Konrad (59), ist neuer Präsident der Internationalen Raiffeisen-Union (IRU).

Mit seiner einstimmigen Wahl am Montag, in Paris folgt er Wim Meijer nach, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates der niederländischen Rabobank.

Konrad ist der erste Österreicher an der Spitze der weltumspannenden Internationale Raiffeisen-Union, dem freiwilligen Zusammenschluss nationaler Genossenschaftsorganisationen. Die Basis dieser Organisationen bilden die Prinzipien Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung des deutschen Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888).

Die IRU hat derzeit 79 Mitglieder aus 39 Ländern. In rund 100 Ländern arbeiten mehr als 900.000 Genossenschaften mit über 500 Millionen Mitgliedern nach Raiffeisens Prinzipien.

Als vorrangige Aufgabe der IRU für die nächsten Jahre bezeichnete Konrad die Unterstützung beim Aufbau von Genossenschaften und Genossenschaftsorganisationen in den EU-Beitrittskandidatenländern. Vordringlich sei auch die Schaffung fairer gesetzlicher Rahmenbedingungen für Genossenschaften in allen EU-Ländern. „Genossenschaften dürfen nicht gegenüber anderen Unternehmensformen benachteiligt sein“, unterstrich Konrad. Er drängt auch auf ein Europäisches Genossenschaftsstatut, das unter anderem auch die Arbeit grenzüberschreitender Genossenschaften ermöglichen soll.

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