Neuer Fahrplan wirft Fragen auf

Das Projekt "Kinder mobil" wurde mit dem Verkehrssicherheitspreis Aquila ausgezeichnet.
Das Projekt "Kinder mobil" wurde mit dem Verkehrssicherheitspreis Aquila ausgezeichnet. ©Gemeinde
Neuer Busfahrplan wirft Fragen auf

Lustenau. “Ich war doch etwas verwundert, als ich kürzlich im Gemeindeblatt einen neuen Fahrplan für Schulbusse entdeckte. Wir (Anwohner Feldkreuz, Mühlefeld) sind natürlich sehr froh, dass es diese Möglichkeit gibt und haben Verständnis für die Schwierigkeiten diese Linien zu führen. Aber ich frage mich, warum kommen diese Pläne erst jetzt und warum werden diese immer kurz vor knapp veröffentlicht. Es kann doch nicht sein, dass sich Eltern von Buskindern zusammenschließen und Telefonketten bilden müssten um informiert zu sein”, schreibt Sandra Hämmerle im Bürgerforum. “Schon seit Jahren hat jede Schule ihre Öffnungszeiten und diese ändern sich nicht jedes Jahr zwei oder gar dreimal (so wie der Busplan). Im Falle der VS-Kirchdorf ist es sogar so, dass alle Schüler auf die kleinen Pausen verzichten müssen, damit die Schüler den Mittagsbus erreichen. Dasselbe spielt sich am Nachmittag ab. Hier muss wiederum extra ein Schulbus eingesetzt werden, dass die Kinder in die Schule kommen – wie sie nach Hause kommen ist dann das Problem der Eltern, so Hämmerle weiter. Ihre Frage ist, warum nicht grundsätzlich ein Schulbus (ab September) eingeplant wird. “Die Zeiten dieses Busses müssen sich nicht ändern und können über die Jahre immer gleich sein. Sollten sich zufällig mal Zeiten ergeben die mit dem Linienverkehr identisch sind, kann der Schulbus für dieses Jahr ja ausgesetzt werden. Wichtig wäre auch eine konstante Linie – nicht wie jetzt, dass z.B. am Mittwochnachmittag kein Schulbus eingeschoben wird, weil nur Freifächer in der Schule stattfinden und die Kinder die diese in Anspruch nehmen, selber schauen müssen wie sie in die Schule kommen. Das Einzige was jetzt eintritt, ist eine weitere Steigerung des Verkehrsaufkommens vor dem Rathaus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies im Sinne einer fahrradfreundlichen Gemeinde ist”, so Hämmerle weiter. Verkehrsgemeinderat Dietmar Haller kontert dazu, dass es der Marktgemeinde sehr wohl ein großes Anliegen ist, dass die Lustenauer Kinder den Schulweg möglichst sicher und gesund zurücklegen können und verweist auf das 2009 ins Leben gerufene Verkehrs- und Gesundheitsprojekt “Kinder mobil. Anders unterwegs.” “Dabei sollen Kinder und Eltern mit verschiedenen Aktivitäten motiviert werden, den Schulweg zu Fuß, per Bus oder Fahrrad zu absolvieren. Gestartet wurde im Sprengel Rotkreuz, heuer ist das Rheindorf, nächstes Jahr das Hasenfeld, anschließend das Kirchdorf Schwerpunkt der Aktion. Im Zuge des Projektes, das mit 2010 mit dem österreichischen Verkehrssicherheitspreis “Aquila” ausgezeichnet wurde, sind wir auch daran gegangen, die Schulbusse für die Volksschulen zu optimieren. So haben wir im Rotkreuz 2009 einen neuen Schulbus in Richtung Hofsteigstraße/Hagenmahd/Holzmühlestraße eingeführt. Der Bus wird hervorragend angenommen und fährt seit heuer einen zweiten Mittagskurs und bei Bedarf mittags die Schülerbetreuung “Schüli” an”, so Haller. “Die Information über das Busangebot ist ein wichtiger Aspekt, dafür haben wir im Herbst ein übersichtliches Infoblatt mit den aktuellen Busplänen, Fahrzeiten und Kontaktadressen allen Eltern der Lustenauer Volksschüler ausgehändigt. Die Zusammenarbeit mit den Direktoren und dem zuständigen Busunternehmen Bösch Reisen und Rheintal Bus für eine möglichst gute Abwicklung funktioniert hervorragend. In der VS Kirchdorf wurde gemeinsam nach Abstimmung mit dem Elternvertreter Roland Redlinger, zusätzlich zum bewährten Früh- und Mittagsbus, ein Nachmittagsbus eingeführt. Auch wurde veranlasst, dass der Schulbus mittags zwei Minuten später, also erst um 12:37 Uhr, abfährt, damit die Kinder mehr Zeit haben, sich nach Unterrichtende umzuziehen”, erklärt Haller. “Wie wichtig uns ein sicherer Schulweg ist, sieht man allein an den Zahlen, allein der Schulbus für die Kinder der VS Kirchdorf wird jährlich mit rund 30.000,- Euro von der Gemeinde finanziert. Die Schulbusse können nur bei Hauptverkehrszeiten und bei einer Mindestfrequenz von Schülern fahren. Es ist finanziell und logistisch unmöglich, zu jeder Schulzeit, an jeder Schule, für jeden Schüler einen Bus zu führen. Dass Kinder z.B. am Nachmittag, wenn weniger Verkehr ist, ihren Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad absolvieren, wird unter dem Gesundheitsaspekt von Kinderärzten und Bewegungsexperten nachdrücklich empfohlen. “Kinder mobil. Anders unterwegs” soll nicht die Kinder nur vom Fortbewegungsmittel Elterntaxi auf den Bus umschichten, sondern zu einer gesunden Bewegung hinführen”, so Haller abschließend. Inzwischen haben sich der Verkehrsreferent und der Elternverein mit der betroffenen Mutter zusammengesetzt und die Missverständnisse aus dem Weg geräumt.

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