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Neue Wohnanlage geplant

Das alte Bauernhaus am Elektra-Bühel in Bregenz soll einer Wohnanlage weichen
Das alte Bauernhaus am Elektra-Bühel in Bregenz soll einer Wohnanlage weichen ©fst
Wohnhausanlage am Elektra-Bühel in Bregenz im kommenden Jahr geplant.

Bregenz. Neben den neuen Wohntürmen unterhalb der Riederstraße ist am „Riedner” eine weitere Wohnhausanlage geplant – vorausgesetzt, die Stadt Bregenz verkauft ein ihr gehörendes Grundstück an eine Wohnbaugesellschaft, die bereits das alte Bauernhaus am Elektra-Bühel erworben hat.n

Zusammen ergäbe sich dann für die Verbauung eine Grundstücksfläche von rund 1200 Quadratmeter. Und dass die Stadt Bregenz verkauft, ist sehr wahrscheinlich: „Im Haushaltsplan für das Jahr 2010 ist der zu erwartete Erlös aus dem Verkauf bereits budgetiert”, weiß Liegenschaftsstadtrat Klaus Kübler, der sich gegen den Verkauf wehrt: „Das Angebot der Firma Hefel Wohnbau ist zu niedrig, im Vergleich zu den Preisen, die wir im Vorkloster bereits für Grundstücke bezahlt haben”, erinnert Kübler an den Preis, der für den Grundankauf für die Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses an der Schendlingerstraße entrichtet wurde, und verlangt eine Nachbesserung des Kaufangebots.„Sensibles Gebiet”

„Es ist richtig, dass die Firma Hefel Interesse an unserem Grundstück zeigt”, erklärt Bürgermeister Markus Linhart. „Mir ist dabei klar, dass es sich hier um ein sehr sensibles Gebiet handelt. Trotz allem müssen wir in unseren Verhandlungen fair bleiben. Der Grundstücksrichtwert beträgt 270 Euro – wenn dort leistbare Wohnungen gebaut werden sollen, darf dieser Richtpreis maximal um 15 Prozent überschritten werden, damit die Wohnbauförderung des Landes greift”, so Linhart.Weitere Probleme

Außerdem warnt Stadtrat Kübler vor weiteren Schwierigkeiten, wenn eine zusätzliche Wohnhausanlage neben der eben erst bezogenen Siedlung ohne entsprechende Infrastruktur errichtet wird. Probleme mit Jugendgruppen haben sich bereits im Vorfeld abgezeichnet. Inzwischen sind, so Kübler, die schlimmsten Befürchtungen eingetroffen. „Der neue Angerer-Park ist bereits fest in der Hand einer Gruppe von Jugendlichen, denen im wahrsten Sinne des Wortes nichts heilig ist. Die Jugendlichen haben erst unlängst die Leichenhalle Vorkloster geschändet und nicht einmal vor dem aufgebahrten Sarg zurückgeschreckt”, erzählt Kübler, der mit Sorge beobachtet, dass jetzt als „Gegenpol” eine weitere Gruppierung entsteht, was Ärger verspricht.„Grillfeste verbieten”

„Per Verordnung sollen wenigstens Grillfeste in der neuen Parkanlage verboten werden. Der Park ist als Generationenpark auch für alteingesessene Familien und Bewohner des Sozialzentrums und nicht nur für Zuwanderer gedacht”, so Kübler. Angesichts der sich verschärfenden Situation wiederholt er seine Forderung, „dass es für die neue Vogewosi-Wohnhausanlage auch Freiraum für Familien mit Kindern und für Jugendliche geben muss, erst recht, wenn dort eine weitere Wohnhausanlage gebaut werden soll.”

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