Neue US-Regierung berät über Irak und Afghanistan

Die neue US-Regierung von Präsident Barack Obama will bereits am (heutigen) Mittwoch über das Vorgehen im Irak und Afghanistan beraten. Eine Videokonferenz im Weißen Haus sollte am späten Nachmittag (Ortszeit) stattfinden, wie aus Militärkreisen verlautete.

An dem Gespräch sollten demnach der alte und neue Verteidigungsminister Robert Gates, Generalstabschef Mike Mullen und weitere Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrats teilnehmen. Weiter war geplant, die Kommandanten im Irak und in Afghanistan, General Ray Odierno und General David McKiernan, über eine Videoleitung zuzuschalten.

Obama hat im Wahlkampf angekündigt, dass er innerhalb von 16 Monaten nach Amtsantritt alle Kampftruppen aus dem Irak abziehen will. In seiner ersten Rede als Präsident und als Oberbefehlshaber der Streitkräfte sagte Obama, er werde “damit beginnen, den Irak auf verantwortungsvolle Weise seiner Bevölkerung zu überlassen, und einen hart erkämpften Frieden in Afghanistan zu schließen”.

Der Irak ist nach den Worten von Regierungssprecher Ali al-Dabbagh bereit, die US-Truppen auch früher als im Abkommen mit der Regierung von Expräsident George W. Bush vereinbart abziehen zu lasen. Bush hatte mit der irakischen Regierung vereinbart, die US-Truppen bis Ende 2011 abzuziehen. Dabbagh sagte mit Bezug auf die Äußerung Obamas in dessen Antrittsrede am Dienstagabend, einen schnellen Abzug der US-Truppen betrachteten die Iraker mit Sorge. Aber die Regierung sei bereit, die US-Truppen auch früher gehen zu lassen und selbst die Verantwortung zu übernehmen.

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