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Neue Strategien zur Bekämpfung reisender Straftäter

Bregenz - Der Vorarlberger Landessicherheitsrat hat neue Strategien zur Bekämpfung von reisenden Straftätern ausgearbeitet.

Anlass dazu gab laut Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler (V) die zunehmende Zahl an Einbruchsdiebstählen in Wohnungen, Pkw und Firmengebäude in Vorarlberg in den vergangenen Monaten. Da die Täter großteils reisende Asylwerber gewesen seien, wollen die Sicherheitskräfte nun verstärkt zusammenarbeiten und vermehrt fremdenpolizeiliche Kontrollen durchführen.

Die drei großen Einbruchsserien der vergangenen Monate wurden laut Sicherheitsdirektor Elmar Marent von Asylwerbern begangen, die mit Pkw durchs Land reisten und in verschiedenen Bundesländern Einbrüche verübten. Eine Gruppe brach in 40 Wohnhäuser ein, eine weitere, Ende April festgenommene Gruppe beging 40 Einbrüche in Wohnungen. Ein Mann aus Osteuropa verübte im Montafon 76 Kfz-Einbruchsdiebstähle. Die Täter konnten dank grenz- und länderübergreifender Polizeiarbeit dingfest gemacht werden, vermeldete Marent. „Seither ist bei den Einbruchsdiebstählen Ruhe“, so Marent. Die in Vorarlberg lebenden Ausländer seien nicht in überdurchschnittlichem Maß kriminell, „was uns Sorge bereitet, sind die reisenden Täter“, betonte der Sicherheitsdirektor.

„Kriminelle müssen in diesem Land wissen, dass es klare Spielregeln gibt“, erklärte Schwärzler. Wer sich als Asylwerber nicht an das Gastrecht halte, müsse mit einem beschleunigten Verfahren rechnen, verwies Schwärzler auf die Bestimmungen im Fremdenrechtspaket. Landespolizeikommandant Manfred Bliem sah „eine zum Teil neue Qualität der Straftaten“, die auch eine neue Qualität in der Bekämpfung erfordere. Wochenlange Observationen von gefährdeten Objekten und Verdächtigen bedeuteten laut Bliem einen hohen Personalaufwand für die Polizei. Die Vernetzung sei für den Erfolg entscheidend.

Bliem bemängelte die fehlende Umsicht von Firmen bei der Sicherheit, aber auch von Privathaushalten. Eine Alarmanlage könnte viele Einbrüche verhindern, so Marent, denn „der Einbrecher ist von Natur aus feige und faul“. Landesrat Schwärzler appellierte an die Bevölkerung, wachsam zu sein: „Wenn man Hinweise hat, kommen wir auch schneller zum Erfolg.“

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