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Neue Perspektiven auf Vorarlberg

Bregenz - Die bisher über den "Vorarlberg Atlas" im Internet verfügbaren Luftbilder von 2002 wurden mit neuen Aufnahmen von 2006 ersetzt. O-Töne:  W. Bertsch, M. Seebacher, LR Rein

Bregenz – Die Landesregierung hat am Donnerstag neues geographisches Kartenmaterial für Vorarlberg vorgestellt.

„Wir zeigen aber auch neue alte Datensätze“, sagt DI Martin Seebacher, der oberste Vermesser im Amt der Vorarlberger Landesregierung. „Der alte Kartenschatz wurde digitalisiert. Somit ist der historische Kataster von 1857 für ganz Vorarlberg abrufbar“, schildert der Leiter des Landesvermessungsamtes.

Wer also wissen möchte, was sich an der Stelle, an der das eigene Haus steht, sich vor 150 Jahren befand, ist heute nur einen Mausklick von dieser Erkenntnis entfernt. Doch nicht nur brandaktuelle Luftbilder von 2006, historische Kartendaten aus dem 19. Jahrhundert, sondern auch Luftbilder aus der Nachkriegszeit zeigen, wie sich unser Land entwickelt hat. „Der Mehrwert entsteht aus der Verknüpfung dieser Daten“, so Seebacher.

Genauer als Google Earth

Ein Pixel am Computer entspricht in Wirklichkeit 12,5 x 12,5 Zentimeter – die Auflösung ist also sehr hoch. Genauer als Google Earth oder andere Satellitenbilder die Oberfläche zeigen können. „Wir stehen aber kurz vor einem Abschluss mit Google, dass diese Daten auch in ,Google Earth’ verfügbar werden. Wenn jemand lieber mit Google Earth arbeiten will als mit dem Vorarlberg Atlas – soll uns das recht sein“, sagt Seebacher.

Die Herausforderung der nächsten 15 Jahren sind Fachdaten. Gemeint sind damit spezifische Adressen oder Infrastruktur sichtbar zu machen. Wasser- oder Gasleitungen, aber auch beispielsweise Adressen von Geflügelhaltern. „Das war vor allem während der Vogelgrippe wichtig“, sagt Martin Seebacher. „Unser Lebensraum ist sichtbar geworden“, sagt Landesrat Manfred Rein. Das zeigte sich kürzlich bei der Hangrutschung am Dorener „Gschlief“. „Da standen den Experten schnell historische Daten zur Verfügung, sie konnten die Abrisskante über die Jahrzehnte hinweg beurteilen“, so Dr. Wilfried Bertsch, der Vorstand der Abteilung Raumplanung. „Durch die historische Betrachtung bekommen wir einen anderen örtlichen Bezug. So sehen wir, was die Ahnen vor uns gemacht haben“, freut sich Bertsch, der die neuen Funktionen als Meilenstein betrachtet. Die neuen Daten sind im Vorarlberg-Atlas im Internet ab sofort verfügbar: www.vorarlberg.at/atlas www.vorarlberg.at

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