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Neue Lösung für Behindertenfahrdienst in Vorarlberg

©VOL.AT/doh
Eine besondere "Frohbotschaft" verkündete Vorarlbergs Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (V) am Heiligen Abend für zahlreiche Behinderte: Es sei eine Lösung für den Behindertenfahrdienst gefunden worden, der neu organisiert wurde.

Im Sommer hatte die Mitteilung des Roten Kreuzes, außerhalb der Normalzeiten diesen Dienst einzustellen, für politischen Wirbel gesorgt.

Freiwillige überbrücken Engpass

Das Rote Kreuz Vorarlberg hatte die Einsatzzeiten eingeschränkt und dies mit personellen Engpässen begründet. In Zusammenarbeit mit dem Zivilinvalidenverband, dem Verein “Integration Vorarlberg” und dem Roten Kreuz konnten nun neue Freiwillige gefunden werden, um den Behindertenfahrdienst künftig wochentags ab 19.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen anzubieten, erklärte Landesrat Bernhard am Dienstag über eine Presseaussendung des Landes: “Dieses Ergebnis ist auch ein Beispiel für Sozialraumorientierung in Vorarlberg.”

18 freiwillige Fahrer

Es konnten 18 Personen rekrutiert werden, die vom Roten Kreuz in Erster Hilfe und im Umgang mit dem Transportfahrzeug (Rampenbedienung und Rollstuhlsicherung) geschult wurden. Das Rote Kreuz ist bereit, dafür fünf Behindertenfahrzeuge zur Verfügung zu stellen.

Pro Stützpunkt gibt es einen Pool an Fahrern. Auf den Rollstuhl angewiesene Personen bekommen beim Zivilinvalidenverband ein Kontaktkärtchen und können direkt anrufen. Sobald ein Fahrer die Übernahme der Fahrt zusagt, erledigt er die Reservierung des Fahrzeuges, führt die vereinbarte Fahrt durch und bringt am Ende des Termins das Auto wieder zurück.

“Sinnvolles Hobby”

Rotkreuz-Direktor Roland Gozzi hob die Vorteile für alle Beteiligten hervor, die “wichtige Ressourcen beim Rettungsdienstpersonal” spart und gewann der neuen Übereinkunft auch eine menschliche Komponente ab: “Zudem, und auch das sollte nicht übersehen werden, haben 18 engagierte Personen ein neues, sinnstiftendes und befriedigendes Hobby gefunden.” (APA)

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