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Neue Literaturzeitschrift

Die vier Vorarlberger Autoren Ulrich Gabriel, Wolfgang Mörth, Kurt Bracharz und Daniela Egger haben am Dienstag in Bregenz die erste Ausgabe ihrer Literaturzeitschrift „miromente“ vorgestellt.

Die „Zeitschrift für Gut und Bös“, so der Untertitel, soll künftig vier bis fünf Mal pro Jahr erscheinen und ganz ohne öffentliche Subventionen auskommen.

Die erste Ausgabe von „miromente“ wurde in einer Auflage von 4.000 Stück gedruckt, die großteils der Vorarlberger Zeitschrift „Kultur“ beigelegt werden. Sie enthält „Parteiprosa“ der Partei für Kunst & Wissenschaft, Kultur & Bildung BZV (http://www.bzv.at) ebenso wie Gedichte, Erzählungen oder ein Dramolett. Die Gestaltung stammt vom Typographen und Grafiker Clemens Theobert Schedler.

Vorarlberg habe seit 1980 keine eigene Literaturzeitschrift mehr, begründete Ulrich Gabriel am Dienstag die Initiative der vier Autoren, die nun als Herausgeber fungieren. Auf ein inhaltliches Konzept wollen sich die vier nicht festlegen: „Die miromente existiert ab jetzt“, das müsse vorerst reichen.

Auf Nachfrage wurden dann doch einige Positionen zu Inhalten bezogen: Primär würden eigene Texte publiziert, andere Autoren aber durchaus zur Mitarbeit eingeladen. Themennummern werde es keine geben, aber auch ein rasches Reagieren auf interessante kulturpolitische Ereignisse solle mit der Zeitschrift möglich bleiben.

Obwohl als „erste Vorarlberger Literaturzeitschrift seit der Graugans 1980“ vorgestellt, liege die Betonung nicht auf Vorarlberg, meint Kurt Bracharz. „Vom Begriff Regionalliteratur halten wir nichts.“ Er sieht – unter Verweis auf den Vorarlberger Autorenverband – sogar „durchaus Platz für eine zweite Literaturzeitschrift“ in Vorarlberg.

Finanziert wurde die erste Ausgabe der Zeitschrift von den Herausgebern selbst. Sie hoffen, 300 bis 500 Abonnenten zu gewinnen, um das weitere Erscheinen ohne öffentliche Subventionen zu sichern. „Das ist ein ernsthafter Versuch, ob es gelingt, ein solches Projekt über die Kraft der Abonnenten zu finanzieren“ und auch von Subventionsgebern unabhängig zu bleiben, so Ulrich Gabriel.

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