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Neue Lieder von der Heimat: Willi Resetarits und Stubnblues

Er kam, spielte den Stubnblues und sah dass es gut war. Willi Resetarits trommelte seine Stubnblues Allstars in der Argekultur in Salzburg zusammen und das Publikum hielt den Atem an. S24-Video 

Wienerlieder und Volksmusik, wechseln mit Blues- und Soul-Elementen sowie Funk und Samba. Atemlos sind die Musiker trotzdem nicht, denn Willi Resetarits lockert das Programm mit einigen Gschichterln auf. Etwa wie der Stubnblues zu seinem Namen kam: Als es Resetarits mit Freunden auf einer Berghütte am Stubnerkogel in Bad Gastein einschneite, spielten die Musiker zum Zeitvertreib in der Stube auf. So wurde der “Stubnerblues” geschaffen, der beim weiteren Musizieren in diversen Stuben schließlich zum Stubnblues wurde.

Dass diese Musik gar nicht so viel mit Blues zu tun hat, dabei jedoch jedenfalls Salon- und nicht nur “Stubn”-fähig ist, beweisen die Vollblutmusiker bei ihrem Konzert am Mittwoch allemal. Während sich Resetarits einen feinen Schlagabtausch mit Stefan Schubert an der Gitarre liefert, geben Peter Angerer am Schlagzeug und Klaus Kircher am Bass den Takt vor. Christian Wegscheider bedient die Tasten wahlweise an der “Quetschn” oder am Keyboard und zeigt in langen Soli sein Können. Die Bläser, Herbert Berger am Saxophon und Chris Haitzmann an der Trompete, runden den Sound ab. Der kraftvolle Klang verschmilzt mit den sprachlich minimalistischen Texten zu einer stimmigen Einheit, so geschehen bei „mei schlof” und dem Titellied der neuen CD, “no so vü”.

Die gleichnamige, mitterlweile dritte Stubnblues-CD bewirbt Resetarits immer mal wieder zwischen den Songs. Bei einem Independent-Label müsse man die Werbung selbst besorgen, am besten bei den Konzerten selbst, klärt der erfahrene Musiker das Publikum auf. Fakt ist: echte Volksmusik gibt es selten zu hören. Ob beim Amselsingen in Bischofshofen oder im Wiener Heurigen – die Musik bewirkt bei empfänglichen Hörern ein wohlig warmes Heimatgefühl. Nur ist der vielfältige Stubnblues wahrscheinlich besser verträglicher als die ewig gleichen Weisen aus dem Pongau. Denken die Hälfte des Publikums darüber ähnlich, muss sich Willi Resetarits künftig über den Verkauf der Stubnblues-CDs keine Gedanken mehr machen. Das Live-Erlebnis beim Konzert ersetzt das freilich nicht. Denn ein kroatisches Volkslied wie ”lipo ti je cûti” geht vermutlich nur dann derart mächtig unter die Haut, wenn es von der Stubnblues-Crew a capella intoniert wird.

(dak)

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