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Neue Kindergartenregelung in Bregenz

Außer der gemeinsamen Jause wird ab Herbst auch ein gemeinsames Mittagessen angeboten.
Außer der gemeinsamen Jause wird ab Herbst auch ein gemeinsames Mittagessen angeboten.
Änderungen bei den Kindergärten in Bregenz vorgestellt.

BREGENZ. (Fst) An den tatsächlichen Bedarf und an die Bedürfnisse der Kinder angepasst werden die Kindergartenöffnungszeiten in Bregenz ab Herbst 2012. „Eine Anpassung im Interesse der Eltern und der Kinder“, betont Stadtrat Michael Rauth im Gespräch mit der VN-Heimat. Im neuen Kindergartengesetz ist die Mindestöffnungszeit von 7.30 bis 12.30 Uhr vorgeschrieben. Die Bregenzer Kindergärten sind zwischen 7 und 17 Uhr geöffnet, wobei eine Mindestmittagspause von einer Stunde vorgesehen ist.

700 Kinder

Von den insgesamt 700 Mädchen und Buben, die derzeit die städtischen Bregenzer Kindergärten besuchen, nehmen 280 Vormittagsbesuchszeiten von 7 bis 13 Uhr in Anspruch „tatsächlich aber sind in allen Bregenzer Kindergärten zusammen nur 35 Kinder bereits vor 7.30 anwesend“, weiß Stadtrat Rauth. In Zukunft wird den Eltern eine Vormittagsöffnungszeit von 7.30 bis 12.30 Uhr angeboten. „Diese fünf Stunden entsprechen den gesetzlichen Vorgaben. Der Kindergartenbeitrag für dieses Grundmodul beträgt 35 Euro im Monat. Ab dem fünften Lebensjahr ist diese Betreuungszeit kostenlos, da Kindergartenpflicht besteht. Das Grundmodul kann durch ein einstündiges Mittags-Modul mit gemeinsamem Essen von 12.30 bis 13.30 Uhr erweitert werden, wird jedoch nur in den Kindergärten Belruptstraße, in der Siedlung an der Ach und in der Braike angeboten, weil nur dort Möglichkeiten für ein gemeinsames Mittagessen bestehen. Dafür ist dann bei Inanspruchnahme von fünf Tagen pro Woche ein zusätzlicher Monatsbeitrag von 15 Euro für die Betreuung zu bezahlen. Es kann aber bedarfsgerecht auch nur ein Tag pro Woche gebucht werden, das kostet dann pro Wochentag und Monat nur drei Euro. Das Mittagessen muss zusätzlich bezahlt werden.

Nachmittagsbetreuung

Schließlich gibt es noch ein Nachmittagsmodul mit einer Betreuungszeit von 14 bis 17 Uhr. Wer es von Montag bis Freitag in Anspruch nimmt, bezahlt 21 Euro pro Monat oder bei tageweiser Inanspruchnahme pro Wochentag im Monat 4,30 Euro. Im Interesse der Kinder können aber maximal zwei Module kombiniert werden, also Vormittags- und Nachmittagsbetreuung oder Vormittagsbetreuung plus Mittagsmodul. Hintergrund dieser Änderungen, die mit den Kindergartenpädagoginnen der städtischen Kindergärten gemeinsam erarbeitet wurde, ist der Wunsch, den Mädchen und Buben mehr Zeit für das Mittagessen und für eine anschließende Ruhepause zu geben sowie ein konkretes Mittags-Modul anzubieten, die Einzelbuchungsmöglichkeit an Nachmittagen zu forcieren und sie bis 17 Uhr zu verlängern.

Vorteile der Neuregelung

Gebucht werden können die einzelnen Module jeweils für die Dauer eines Semesters. „Für Eltern ergibt sich mit dieser Neuregelung der Vorteil, dass nur mehr bezahlt werden muss, was tatsächlich in Anspruch genommen wird“, so Rauth. Aber auch für die Diensteinteilung in den Kindergärten ergeben sich Vorteile, weil die Arbeitszeiten bedarfsgerecht aufgeteilt werden können. Und was passiert mit jenen Kindern, deren Eltern tatsächlich schon eine Betreuung ab 7 Uhr benötigen? „Das muss individuell mit den Kindergartenleiterinnen abgeklärt werden.“ In Kraft treten sollen die neuen Module dann mit dem Kindergartenjahr 2012 /2013.

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