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Neue Herausforderungen in der Basisbildung

Vorarlbergs Erwachsenenbildner (kl. Bild Obmann Wolfgang Türtscher) ziehen positive Bilanz .
Vorarlbergs Erwachsenenbildner (kl. Bild Obmann Wolfgang Türtscher) ziehen positive Bilanz . ©ARGE VEB / Harald Pfarrmaier
ARGE Erwachsenenbildung

Vorarlberger Erwachsenenbildung zieht positive Bilanz: Steigende Besucherzahlen und Bildungsangebote.

Bregenz. “Lebensbegleitendes Lernen ist zur Selbstverständlichkeit geworden”, sagt Wolfgang Türtscher, Obmann der Arbeitsgemeinschaft Vorarlberger Erwachsenenbildung (ARGE VEB). Im Westen Österreichs stieg der Zulauf zu den Bildungseinrichtungen im Verbund der ARGE um fünf Prozent, in absoluten Zahlen von 183.400 (2009) auf 191.760 (2010). Die Zahl an Angeboten nahm um vier Prozent, von 8.320 auf 8.620, zu.

Die Vorarlberger Erwachsenenbildung arbeitet mit einer äußerst schlanken und effizienten Struktur. Nur 5 %, absolut 67 Personen, sind hauptamtlich in der Weiterbildung tätig. Mit 81 % ist der Anteil an ehrenamtlichen Mitarbeitern besonders hoch und 14 % sind nebenamtlich oder als Teilzeitbeschäftigte tätig. “Das ist ein Vorarlberger Spezifikum”, betont Türtscher. Dadurch sei es auch möglich, interessanten Personen ein Tätigkeitsfeld in der Erwachsenenbildung zu eröffnen, wo sie ihre beruflichen und persönlichen Kompetenzen einbringen können.

Sorgenfalten bereitet Türtscher aber mittlerweile die Finanzierungsstruktur. Die öffentliche Hand sei in der Zuteilung der Mittel spürbar sparsamer geworden. Damit steige der Kostendruck und auch die Belastungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. “Bei allem Verständnis für die Spargesinnung der Öffentlichen Hand sollten doch in erster Linie jene stärker gefördert werden, die sparsam und effizient arbeiten – und hier steht die Erwachsenenbildung in der ersten Reihe”, stellt Türtscher klar.

Vorarlberg verfügt über eine ausgezeichnete Struktur in der Erwachsenenbildung. In der ARGE finden sich von einschlägigen Einrichtungen wie den fünf Volkshochschulen, Bildungshäusern und Institutionen bis hin zum Familienverband und der Akademie der Lebenshilfe insgesamt 25 Partner. Auch wenn Angebot und Nachfrage stimmen und die Struktur vorbildlich durchorganisiert ist, hat die Erwachsenenbildung doch ständig neue Herausforderungen zu bewältigen, wie etwa im Bereich der Basisbildung.

Damit befasst sich auch die diesjährige Enquete der ARGE am 6. Oktober. Diese Bildungsveranstaltung steht unter dem Motto: “Methodenvielfalt in der Erwachsenenbildung – praktisch ausprobiert”. Das Hauptreferat wird Elke Gruber, Professorin an der Alpen Adria Universität Klagenfurt, halten. Sie ist seit 2002 Inhaberin des Lehrstuhls für Erwachsenen- und Berufsbildung und Vorständin des Instituts für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung.

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