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Neue Heizung? Das sind die aktuellen Förderungen

Wer seine Öl-, Gas- oder Stromdirektheizung jetzt durch ein zukunftsfähiges System ersetzt, leistet einen wichtigen Beitrag zur Energieautonomie. Und wird dafür von Bund, Land und Gemeinden großzügig gefördert. Auch im Mehrwohnungshaus.

Bis zu 4000 Euro vom Land und bis zu 5000  Euro vom Bund als Barzuschuss beträgt die Förderung von Bund und Land für den Heizungstausch im Ein- oder Zweifamilienhaus. Das Land fördert in erster Linie den Anschluss an Biomassenetze und in der Folge Holz- und Pelletsheizungen sowie Erdsonden- und Grundwasserwärmepumpen.

Das bedeutet: Wenn sich das Haus im Einzugsgebiet eines Nahwärmenetzes befindet und zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen dort angeschlossen werden kann, wird nur der Anschluss an eben dieses Netz gefördert – und kein anderes Heizsystem. Ist kein Netz in der Nähe oder der Anschluss an ein bestehendes Netz nicht möglich
oder zumutbar, werden auch die anderen erneuerbaren Heizungssysteme gefördert.

2000 bis 4000 Euro vom Land. Die Förderung für ein ökologisches Heizsystem beträgt 2000 Euro. Wird eine Öl-, Gas- oder Stromdirektheizung getauscht, gibt’s 2000 Euro als Bonus oben drauf, wenn das Gebäude älter ist als zehn Jahre. Das bedeutet 4000 Euro Landesförderung für den Heizungstausch. Die Förderung des Landes ist mit 50 Prozent der Investitionskosten gedeckelt.

Bund fördert mit bis zu 5000 Euro. Der Bund fördert den Ersatz von Öl-, Gas, Kohle- oder Stromdirektheizungen in der Regel mit 5000 Euro, wenn auf eine Holz- oder Pelletsheizung umgerüstet, an eine Biomasse-Nahwärme angeschlossen oder eine Wärmepumpe installiert wird.

Im Gegensatz zum Land fördert der Bund auch Luftwärmepumpen. Dafür stellt er strengere Anforderungen an das in den Wärmepumpen enthaltene Kältemittel. Entspricht es nicht bestimmten Vorgaben, reduziert sich die Bundesförderung von 5000 auf 4000 Euro. Die Förderung des Bundes ist mit 35 Prozent der Investitionskosten begrenzt.

Auch die Gemeinden unterstützen den Heizungstausch. Etliche Vorarlberger Gemeinden unterstützen vor allem die Installation von Holzheizungen. Welche das sind, findet sich auf der Website des Energieinstitut Vorarlberg (Link siehe unten). Alle Förderungen können kumuliert werden.

Heizungstausch im Mehrwohnungshaus. Ab drei Wohnungen fördert das Land mit 1000 Euro pro Gebäude sowie 400  Euro je Wohnung, wenn eine Holz- oder Pelletsheizung oder eine Erdreich- oder Grundwasserwärmepumpe eingebaut oder an ein Biomassenahwärmenetz angeschlossen wird.

Bei gleichzeitigem Ersatz eines fossilen Heizsystems, also Öl-, Gas- oder Stromdirektheizungen, wird ein zusätzlicher Bonus von 4000 Euro gewährt. Die Förderung ist auf 50 Prozent der förderfähigen Kosten begrenzt.

Bund fördert in Abhängigkeit der Kessel­leistung. Auch der Bund fördert die Umstellung auf ein erneuerbares Heizsystem im Mehrwohnungshaus. Die Förderung ist nach der Leistung des Heizungssystems gestaffelt und beträgt 5000 Euro bei einer Kesselleistung unter 50 kW, 8000 Euro bei einer Leistung zwischen 50 und 100 kW und 10.000 Euro ab 100 kW Kesselleistung. Wie beim Einfamilienhaus fördert der Bund auch Luftwärmepumpen – reduziert aber die Förderung um ein Fünftel, wenn das Kältemittel nicht den strengen Vorgaben an dessen Klimawirksamkeit entspricht.

Bonus für Zentralisierung. Einen besonderen Bonus gibt’s vom Bund, wenn in einem Geschoßwohnbau im Zuge des Heizungstausches das Heizungssystem zentralisiert wird, z. B. anstatt Gas-Etagenheizungen eine zentrale Pelletsheizung eingebaut wird. Er beträgt je neu angeschlossener Wohnung nochmals 1500 Euro zusätzlich. Die Förderung ist wie beim Einfamilienhaus mit 35 Prozent der anerkannten Kosten gedeckelt.

Weitere Haustechnikförderungen des Landes. Zusätzlich zu den genannten Heiz­systemen werden vom Land auch thermische Solaranlagen gefördert. Die Förderhöhe beträgt im Bestand zwischen 2000 und 4000 Euro im Eigenheim (bis zwei Wohnungen) und im Mehrwohnungshaus zwischen 1000 und 2000 Euro pro Gebäude plus 400 bis 800 Euro je Wohnung. Abhängig ist die Förderhöhe vom Anteil, den die Solaranlage zur jährlichen Warmwasserbereitung oder Heizwärme leistet. Und nicht zuletzt wird die Installation einer Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung in Neubau und Bestand mit Beträgen zwischen 1500 und 3500 Euro (Eigenheime bis zwei Wohnungen) bzw. 750 bis 1750 Euro pro Gebäude plus 400 bis 800 Euro je Wohnung im Mehrwohnungshaus unterstützt.

"Die Förderungen für den Heizungstausch sind auch im Mehrwohnungshaus sehr attraktiv."
Michael Braun, Energieinstitut Vorarlberg

Mehr Infos

Alle Förderungen im Überblick, genauere Details zur Antragsstellung: www.energieinstitut.at/heizungstausch

Kostenlose Infos zu allen Förderungen gibt’s auch am Energietelefon unter 05572 31 202-112 oder energieberatung@energieinstitut.at

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